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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.

Kryptogamische Parasiten auf officinellen Rinden.

V. SECTIO N.

Beschreibung der auf der ein und zwanzigsten Tafel dargestellten

Flechten.

I. Parmelia Ach. (Schildflech-te.) Vgl. S. 154.

1. Parmelia melanoleuca Zenk, (Parme-lia perforata Ach.; Platisma perfora-tum Hoff in.; Liehen perforatus Jacq. fSic; LicJien melanoleucas PVilld.Schwarzweifse Schild flechte.)

Diagn. Thallus rundlich ausgebreitet, blatt-artig-häutig, lappig, ungleich zerrissenund gefaltet, fast gelterbt; oben nackt,fast glatt, weifslich meergrün, späterhinbräunlich und endlich fast ganz weifs, faststaubig, unregelmäfsig schwarz gefleckt;unten am Rande hin glatt, dunkelbraun,gegen die Mitte schwarz, oft sammtartig(durch schwarze Fasern). Apothekienschildförmig, bisweilen ziemlich vertieft(ja beinahe trichterförmig) vom Thallusgerandet. Scheibe rothbraun, im höherenAlter mitten eine punetförmige gelbe Ver-tiefung.

(Wohnort .) Vorzüglich häufig auf der Loxachina, jedochauch auf anderen Chinarinden nicht selten.

Bemerkungen. Die Geschichte dieserParmelie hat manches Dunkle, welches nurin ihrem Valerlande aufgehellt werden kann,daher wir sie den nach Amerika reisendenNaturforschern zu weiterer Beachtung em-pfehlen. Wir aber wollen dasjenige hier kürz-lich mittheilen, was unsere Untersuchun-

gen an vielen älteren und jüngeren Exem-plaren gaben.

Man kann sie am besten in zwei Classenbringen, nämlich in fruchtbare, welcheApothekien besitzen, und in unfruchtba-re, denen sie abgehen. Erstere waren unterden vielen uns zu Gebote stehenden Exem-plaren höchst selten, dennoch trafen wir ei-nige mit Apothekien. Der Thallus war beidiesen fruchtbaren bald mehr gelblich meer-grün, bald spielte er aus dem Gelblich-Grü-nen ins Bräunliche. Die Apothekien, beson-ders bei jüngeren, sind mit einem schwachenLaubrande versehen, und sitzen gewöhnlichflach auf dem Thallus auf; bei den älterenbräunlichen oder fast gelblichrothen sind siefast deutlich gestielt, das Apotheldum mehrtrichterförmig vertieft, und zuletzt wird einekleine, fast in dem Centrum der Apothekienbefindliche blinde Oeffnung bemerklich. Letz-tere scheint dadurch bewirkt zu werden, dafsdie unter der Keimplatte liegende Keimschichtefllorescirt, d.h. sich in Keimpulver auflöst,und an einzelnen Stellen frei hervorzudrin-gen sucht. Da solches erst im höheren Altergeschieht, so sucht man diese Erscheinungbei jüngeren vergebens. Aus diesem Grundeerscheint auch der Name Parmelia perforataAch. oder Liehen perforatus Acq. für dieseFlechte nicht ganz passend, in sofern er ein