/ -
Äi^s^
KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.
Fig. 5,« — d, Graphis caribaea Ach. Kar aibische S chrif tflech te.
— 6, a — c, Graphis detrita Zenk. Abgeriebene Schriftflechte.
_ 7> a—f, Verrucaria pustulosa Zenk. Pustelartige Warzenflechte.
— 8, a, e,f, Verrucaria exasperata Zenk. Rauhe Warzenflechte.
— 9, b, c, d, Verrucaria nitida Ach. Glänzende Warzenflechte.
— 10, a—c, Lecldea grlsea Zenk. Graue Teller flechte.
189
Kryptogamische Parasiten auf officinellen Rinden.
IX. SECTIO N.
Beschreibung der auf der fünf und zwanzigsten Tafel dargestellten
Kryptogamen.
I. Forophora Meyer. (Pore ll- Substanz deutlich wahrnehmen kann, so dafs._ ' _ ■< i •_____,__ o:„uti:„k ,.,;.-J sc sov rlififs kein
flechte). Siehe S. 18°1. Porophora gilva Zenk. (GelblichePoren flechte).Dlagn. Thallus sehr dünn, dunkelbraun-olivenfarbig, fast staubig, unbegrenzt
hieraus ersichtlich wird, es sey diefs keinzufälliger Anflug, sondern da er stets mitdieser Art vorkommt, deren Thallus. Uebri-gens scheint er in seinem jugendlichen Zu-stande weit heller olivengrün gefärbt zu seyn,
onveniarbig, iast staubig, unDegieu^. ■„ 0 m5if»rPTiPwni
, . B ' b , ... i i als späterhin, und noch an einem alteren fcxem
ausgebreitet. Apothekien sphäroidisch als , , •, rv ™ -„„-QrWrlenen
1,1.•« xr- i u . i l u a plare bemerkte man, dafs an verschiedenen
Kieme Kugelchen, einzeln, hervorstehend, r . .
c.n__„;„ v,öiio.-oc niivp-no-run mit emei
wachs - oder auch ockergelb, oben mitdunklerem Punct oder Oeffnung, innen
weifs mit gelbem Kern.
(Wohnort.) Auf St. Lucianrinde oder Pitoiiriiide (vonExostemma floribundum.)
Bemerkungen. Fast möchte man ver-sucht werden, den angeblichen Thallus un-
Stellen ein helleres Olivengrün mit einerdunkleren Färbung abwechselte. Gewöhn-lich erscheint er freilich mehr braun. Unterder Loupe kann man sehr deutlich die ein-zelnen staubartigen Bestandteile des Thallusunterscheiden, welche lebhaft an Lepra, wiean Lepra botryoides Ach. erinnern, obschon
serer Flechte gar nicht als ein eigenes zu der- noch feiner und häutiger erscheine. Wegen
se.ben gehöriges Gebilde zu betrachten, da der Dünnheit des Ganzen hat es sich sehr
er beinahe nur als ein zarter dunkeloliven- genau den Rindenrunzeln angefugt, wie
farbiger Duft erscheint, welcher sich auch wir bereits erwähnten. Als kleine, schmutzig
ganz genau der Oberfläche des Bindenkörpers ockergelbe, oft etwas zusammengedrückte
anpafst. Dagegen spricht jedoch der Um- Kugelchen erscheinen die einzeln stehenden
stand, dafs man allerdings an einzelnen Stel- Apothekien, welche nur selten sehr zusam-
len eine stärkere Verdichtung der Thallus- mengedrängt vorkommen. Ihre Oberflüche
l r
V