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CORTEX CORNE. CORTEX MEZEREI.
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gelblichweifs, zwar uneben, aber doch dabei nend, und später stark, aber nicht unange-
glatt und matt glänzend. Zerschnitten zeig- nehm bitter.
ten die Seitenflächen Harzglanz. Ihr Geruch So gern ich auch diese Rinde einer che-
ist unmerklich, schwach dumpfig, ihr Ge- mischen Untersuchung unterworfen hätte,
schmack aber anfangs etwas scharf und bren- so wenig war es mir doch bisher möglich.
CORTEX MEZEREI.
Seidelbastrinde, Kellerhalsrinde, BergpfefFerrinde.
DArilNE MFZEREUM L. («).
Kellerhalsseidelbast.
LlNN.
VIII.
Kl.
1
0.
Juss.
XI.
Kl.
2
0.
Man findet diesen kleinen schönen Strauchdurch ganz Deutschland, vorzüglich häufigin schattigten bergigten Wäldern und Laub-hölzern. Er kommt aufserdem auch, jedochselten, in Frankreich , Spanien und im nörd-lichen Asien vor, und wird, seiner schönenrothen Bliithe wegen häufig in den Gärtengezogen. Die Blüthen besitzen einen ange-nehmen Geruch und die reifen Beere einelebhaft rothe Farbe (£>)•
II.
Man sammelt "die Kinde im Frühjahrevom Stamme und den stärkeren Aestenein, windet sie in hieine Bündel (Fig. S. aufTaf. XIX. des IV. Heftes) und trocknet sie.Im frischen Zustande besitzt die Rinde eine
grünliche oder röthliche Farbe, getrocknetwird sie äufserlich bräunlich oder grünlich-gelb und zeigt dunklere Streifen und Puncte.Der eigentliche Rindenkörper ist nur unbe-deutend und mit einem nach dem Trocknengelblichweifsen, sehr fasrigen Baste versehen.Sie besitzt oft eine Länge von einigen Fufs,einen halben bis ganzen Zoll Breite und £Linie Dicke. Ihr Geruch ist fast unmerk-lich; ihr Geschmack dagegen äufserst scharfund brennend, und hält sehr lange an. Aufdie Haut gelegt, bewirkt sie Röthe und Ent-zündung.
Man sammelt diese Rinde auch von eini-gen verwandten Orten des obigen Strauchesein , nämlich von DapJine Laureola L. (c),D. Gnidium L. (d) und D. Tliymelaea.
(«0 Abbildungen. Zorn icon. plant, med. Tab. 5.S c h k u h r botan. Handb. T 107. Plcnk uon. pl.med. Tab. 302. Black well flcrb. Tab. 585. Flora»anica. Tab. 258. Düsseldorfer I'ilanzenabbild.Hayne getr. Darst. m. Tab. 43.
(1) Alle Theile dieses Strauche! besitzen giftige Eigen-schaften, bewirken, mit der Haut in Berührung ge-bracht, Röthe und Entzündung. Die Beeren werden in
den Apotheken unter dem Namen Semina Cocagnidii,Kellerhalskömer, aufbewahrt; doch werden sie, so wieauch die Kinde von verschiedenen andern Daphnecn,eingesammelt.
(c) Ja quin ßor. austr. Vol. II. Tab. 183. Zorn pt.med. Tab. 327. Hayne III. Tab. 44.
(d) Hayne I. Tab. 45.