Druckschrift 
1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
Entstehung
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

^*f

*J>sr^^

i\ls ich im vergangenen Sommer das Vergnügen hatte, Herrn HofrathDr. Goebel in Leipzig zu sehen, eröffnete mir derselbe, dafs sein neuerWirkungskreis und der Mangel eines geübten Zeichners in Dorpat, nebstandern Umständen, ihn nöthigten, die fernere Herausgabe der pharm a-ceutischen Waarenkunde in andere Hände zu legen, und dafs er die-selbe den meinigen anzuvertrauen geneigt wäre. Ich hatte um so wenigerGrund, dieses ehrende und freundliche Anerbieten von der Hand zu wei-sen , als das Studium der Pharmakologie seit längerer Zeit einen Theil mei-ner Beschäftigungen ausmachte und die günstigen merkantilischen Verhält-nisse Leipzigs für das vom Publikum mit so grofsem Beifalle aufgenommeneWerk mir zweckmäfsige Materialien zu liefern versprachen. Als nun auchbald darauf von Seiten des Herrn Verlegers das Anerbieten wiederholt wurdeund sich derselbe bereit erklärte , den um die Abbildungen dieses Werks soverdienten Zeichner, Herrn Ernst Schenk, von Jena hieher kommen zu las-sen, um die Tafeln zum sechsten Hefte zu fertigen: so fand ich kein Be-denken , die Fortsetzung vorläufig zu übernehmen. — Es zeigte sich indes-sen bald, dafs der Vorrath an wichtigen officinellen Rinden durch die frü-hern Hefte ziemlich erschöpft sey, und indem ich einige neuerlich bekanntgewordene interessantere, obschon noch nicht in den Droguenhandel auf-genommene, Rinden statt der gänzlich obsolet gewordenen hinzufügte,