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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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KRYPTOGAMISCHE PARASITEN etc.

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Kryptogamische Parasiten auf ofEcinellen Rinden,

dargestellt

vom

Prof. D

Zenker.

I. SECTIO N.

Vorerinnerung,

Wenn schon dem Forscher einheimischersogenannter kryptogamischer (blütheloser)Gewächse grofse Schwierigheiten , der Naturder Sache gemäfs, entgegentreten, so werdensie um so mehr gesteigert, je entlegener dieLänder sind, deren Kryptogamen er zu sei-nem Studium wählte. Ohne mit eigenenAugen den ganzen Lebenslauf, die Metamor-phose, verschiedene Färbung zu verschiede-nen Zeiten u. s. w. zu schauen, und hieraussich das Bild des ganzen in Frage stehendenNaturkörpers entwerfen zu können, mufs ersich meist begnügen, einzelne vertrockneteFragmente hierher gehöriger Gegenstände zuuntersuchen , die ihm mehr der Zufall in dieHände führte, denn planmäfsige Auswahl.Diese und noch viele andere Schwierigkeiten,welche dem nicht unbekannt sind, der einernstliches Studium jenen niederen Bürgerndes Gewächsreichs widmete, liefsen mirkeineswegs die Aufgabe, die officinellenRinden hinsichtlich der auf ihnen befindli-chen kryptogamischen Gewächse zu unter-suchen, als leicht erseheinen, indem ichkaum hoffen durfte, allen Anforderungen,welche man wohl mit Recht an einem Ge-

schichts - und Naturbeschreiber derselbenmachen kann, in aller Weise zu entsprechen.Ich kannte nur zu gut die Irrthümer, in dieman selbst bei grofser Aufmerksamkeit undUmsicht hier gerathen konnte, von denenuns insonderheit die Schriften eines Acha-rius, Fe'e u. A. deutliche Beweise geben,als dafs ich unbedenklich den Antrag hätteannehmen sollen, weifchen mir defshalbmein verehrter Freund, Herr Prof. G oeb el,als Herausgeber dieses Werkes, machte.Nur das freundliche Zutrauen, welches ermeinen Kräften schenkte, die Herbeischaf-fung des nöthigen Materials, indem er mirseine sämmtlichen Binden defshalb zur Be-nutzung überliefs, so wie endlich die Hoff-nung, dafs das Publikum meine Arbeit nach-sichtsvoll aufnehmen werde, gab mir Muth,an das schwierige Werk zu gehen. Untermeiner Aufsicht wurden demnach von demgeschickten Universitätszeichenmeister, Hrn.Schenck, die Abbildungen nach vorliegen-den Originalien treu gefertigt, denen ichnoch vergröfserte anatomische Darstellungenbeifügte, und hier (Taf. XV) legen wir unserenFreunden die erste Tafel vor, welche fast nur.