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KRYPTOGAMISCIIE PARASITEN.
letzterer ist ziemlich dünn, schorfartig, oft serna haben wir bereits Taf. XVI, F. 3 einefast staubig, und von einer aschgrauen, bei- Abbildung geliefert, deren Vei-gleichun^nahe schwärzlichen Färbung. Durch die dar- auch ohne unsere Erläuterung einen hin-unter befindliche runzliche und vielfach zer- länglichen Unterschied kund tlum wird,sprungene Rinde wird die Ungleichheit des Wir glauben demnach in unserer eine neueThallus nur noch vermehrt. Sehr klein für Art zu erblichen, und haben sie wegen dereine Tellerflechte sind die Apothekien ; doch dunkelgrauen Thallusfarbe Lecidca griseagiebt es auch gröfsere unter ihnen , nur ist genannt.
meist das Ganze sehr uneben, ja fast runz- Abbildung. Fig. f>, ein Stück gewöhn-lich. Bisweilen treten mehrere schwarze liehe Loxachina mit Lecidca grisea, b einapothekienförmige Puncto zusammen, und vergröfsertes Stück derselben mit verschie-erzeugen so scheinbare Apothekien. Beim denartigen, kleinen und grofsen, Apothekien.Querdurchschnitt eines einzelnen Apothe- Die einzelnen schorfartigen Theilchen deskiums bemerkt man eine etwas hellere Keim- Thallus sind weniger deutlich geschieden,Schicht, worin die feinen Keimkörner verti-cal streifenförmig angeordnet sind. Nur bei
lassen sich auch kaum völlig gänzlich dar-
aufgeweichtenExemplaren schwillt dieKeim.platte convex an , sonst ist sie eher einge-drückt ; auch -wird alsdann der eigene Randundeutlich, welchen man in getrocknetem \\T
stellen. c stark vergröfserter Querdurch-schnitt eines einzelnen gröfseren Apothe-kiums mit darunter liegendem Thallus.
Graphis Adct7is r (Schrift-flechte.) Siehe S. 150.8. Graphis caribaea Ach. (KaraibischeSchriftflechte)-
Dictgn. Thallus dünn, häutig, fast krustig,unbegrenzt ausgebreitet, weifs, fast stau-big. Apotheluen (Rillen) sehr fein, fastmihroscopisch, äufserst schmal, meistvielfach verästelt und gestaltet, ziemlichhäufig, fast eingesenkt, Längsritze (discus)schmal, röthlichbraun, innen gleichfar-big, die Kernhülle nur etwas dunkler.
(Wohnort.) Auf der Cascarillriml«;,
Bemerkungen. Es scheint der Thal-
2) ist die Struetur der gröfsten Apothekien lus nur die veränderte Oberhaut zu seyn,
bei L. parasema bedeutend verschieden. welche weifslich fast zerstäubt, häufig zer-
Zwar giebt es mehrere Abänderungen die- klüftet erscheint. Leicht werden die winzi-
ser Flechte; allein keine einzige Diagnose gen, hell röthlich braunen Apothekien über-
derselben entspricht vollkommen der unsri- sehen, die wie zarteStriche auf den Thallus
gen. Von der gewöhnlichen Licidea para- eingegraben sind. Durch ihre Verästelung
Zustande gut unterscheiden kann.
Mit Lecanora atra, wie sie auf der Loxa-china getroffen wird, zeigt sie bei flüchtigemAnblick einige Aehnlichkeit; allein sowohlder hellere weifsliche Thallus , als auch diegröfseren schwarzen , aber vom Thallus weifsgerandeten Apothekien deuten auf hinläng-lichen Unterschied hin.
Unstreitig zeigt sie die gröfste Verwandt-schaft mit Lecidea parasema; allein
1) der Thallus bei parasema ist gewöhn-lich mehr häutig, begrenzt, grünlichund erst im Alter mehr schorfartig, un-begrenzt;