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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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KR1PT0GAMISCHE PARASITEN. 187

bilden sie bald sternförmige, bald astförmige, hin absprangen, b ein vergröfsertes Stück

bald gabelförmige Figuren, ja stellen oft von Graphis caribaea mit ihren vielfach ge-

Buchstaben dar. Sogar die einfachen pflegen stalteten Rillen, c ein noch mehr vergröfser-

nicht gerade zu verlaufen, sondern deuten ter Querdurchschnitt von ein Paar Rillen,

durch ihre Krümmung auf ihre ursprüngliche von denen die bei d die jüngere und weniger

Tendenz der Verästelung hin. Der dünne ausgebildete ist. Beide haben ]e doch ein

Rand bildet die etwas dunklere an den Sei- deutlich unterscheidbares perithecium.

ten hervorstehende Kernhülle (perithecium). ■ _

,„ , Q. Graphis cooperta Zenk. (Eedeckt-

Uebrigens stimmten unsere Exemplare ' , . «,'.-*, [. ,

. a ,. . 1 ~. i • früchtige Schrif tf lechle).

zwar im Wesentlichen mit der Diagnose bei °

Acharius und Fee überein, allein die Diagn. Thallus weifslich grau, fast silber-Abbildung, welche Fee 1. c. Taf. VII, Fig. 4 farbig, glatt, mattglänzend, dünn, häu-

davon gab, weicht doch davon in einigenStücken ab, obschon wir über die Identitätunserer Art mit derselben keinen Zweifel

tig, unbegrenzt ausgebreitet. Apothekien(Pullen) schwarz, von dem Thallus wieüberdeckt, und durch denselben hervor-brechend, hervorstehend, ziemlich zusam-mengehäuft, gewöhnlich einfach, seltendurch Anlagerung ästig, meist gebogen,die Ritze (Keimplatte) schmal, meistweifslich bestäubt, eigener Rand schwarz,innen mit weifsen Kern, durch den Thal-lus geränd-et.

(YVoluinrt.) Auf grofsen Stucken der harten gelbenChinarinde.

B e m e r k u n g e n. Der Thallus ist ziemlich

hegen.

Mit Graphit endocarpa Fee 1. c. p. 49-Tab. XIII, F. 5 hat sie allerdings einige Aehn-lichkeit, und auch Sprengel (Urin, syst,reget. IV, ». 2,53) zieht sie hierher, alleinihr Charakter ist so wenig ausgeprägt, dafsFee selbst nicht weifs, ob er sie zum Ge-schlecht Graphis oder Acthonia bringensolle. Höchstens könnte man sie als eine

Hemmungsbildung, also Graphis caribaea ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

im noch nicht ausgebildeten Zustande be- weifs, bald weifser, bald mehr graulicher,trachten , wogegen jedoch die o- anze ßeschaf- und weil er etwas glänzt, hat er das Ansehenfenheit der Apothekien spricht, die sich nicht vom Silbergrau. Gewöhnlich erscheint erso zu verändern pflegt. Unsere ist dagegen als ein dünnes Häutchen über die schwar-eine vollkommene Graphisart. Ferner sind zen Apothekien hin weggezogen, wie dennauch bei der Fee'sehen Abbildun-die Rillen <™ ch in der That mehrere von ihnen nochfast blofs einfach und werden auch im Texte unter den Thallus sich befinden, so dafs manals subsimplicia angegeben, so wie überdies fast auf den Gedanken kommen sollte, dafs

wirklich der Thallus eigentlich nur einfremdes hautartiges Gebilde sey, was dieRillen hier zufällig bedeckte.

Nach der Diagnose, welche Fee 1. c. p.38Oberhaut mit Graphis caribaea sich befinden, von seiner Graphis canaliculata gab, scheintindem der dunkle Boden die Stellen bezeich- die unserige allerdings mit derselben ver-net, von denen ähnliche Rindentheile früher- wandt, und wir wollen nicht gerade ent-

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die davon vergröfserten Figuren keineswegsden unsrigen entsprechen.

Abbildung. Fig. 5 ein Stück Kaska-rille, worauf einzelne Partieen der Rindeu-

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