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170 KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.
fast zusammenfliefsender Puncte schon deut- einen besonderen weifsen Kern haben wir
lieber hervortreten, -was auch von den mehr nicht unterscheiden können, indem sich blofs
verlängerten höckerartigen Apothekien gilt, bei schon alteren Exemplaren die Keimkör-
wie sie sich bei f zeigen, c ist ein stark ner als weifslicher Staub darstellten, und
vergröfserter Horizontalabschnitt eines mehr auch die übrigen Charaktere ihr einen Platz
rundlichen Apothekiums , woselbst die unter den Lecanoren anwiesen,iiufsere Thallussubstanz gleich einem Ringe Am nächsten steht sie unter den Schüssel-
die innere bräunliche eigentümliche Apo- flechten der Lecanora atra, und da sie wohl
thekienmasse umschliefst, worin sich die mit derselben verwechselt werden könnte,
weifsen Kerne mit ihren schwarzen Kernhül- wollen wir kürzlich die Unterscheidungs-
len befinden, d ein ebenso stark vergröfser- mcrkmale hier angeben.
ter Durchschnitt eines einzelnen Apothe-kiums, in dem die 2 weifsen cartilaginösen,umgekehrt birnförmigen langgestielten Kernedeutlich hervortreten, wiewohl wegen derdunklen Apotheluensubstanz die eigenenKernhüllen (perithecium') nicht unterschie-den werden.
III. Lecanora Ach. (Schüssel-flechte.) Siehe S. 131.
6. Lecanora ocellata Zenlu (Augenar-tisre Schüssel flechte.)
Dingn. Thallus fast begrenzt, weifslichgelb,krustig, fast häutig, etwas bestäubt, fastrunzlich. Apothekien zahlreich, hervor-stehend, einzeln, kreisförmig, sehr ver-tieft, schwarz, innen gleichfarbig, mit ei-genem schwarzen hervorragenden Rande,vom Thallus weifsgerandet.
(Wohnort.) Auf der Cascarillrinde, höchst selten.
Bemerkungen. Nicht ganz mit Un- rillrinde mit Lecanora ocellata ohne Vergrö-
recht könnte man sie mit einigen Arten des fserung. b ein vergröfserteS Stück mit vic-
Geschlechts Pyrenula oder auch Thelotrema len Apotheluen und ihrem ziemlich dicken
zusammenhalten, da, was insonderheit letztes Thallusrande. c ein stark vergröfserter senk-
genus anlangt, allerdings der hervorstehende rechter Durchschnitt zweier Apothekien mit
eigene schwarze innere Rand als Kernhülle darunter befindlichem Thallus. Das kleinere
(perithecium) betrachtet werden dürfte, wel- Apothekium ist ein jüngeres, ebenso gehört
che einen Kern (nucleus) einschlösse. Allein auch das andere zu den wenig ausgebildeten,
1) Wird der Thallus bei L. atra als ri-moso - granulatus t verrucosus, albo-ci-nerascens(cf. Fee l. c. p. 113. cf. Acliar.synops. p. I4fi.) angegeben, bei L. ocel-lata ist er eher subpulverulentus , albo-pallescens.
2) Die Apothekien sind von L. atra fol-gendermafsen charalitcrisirt: disco pianodeimmi tumidulo atro, margine thallodeelevato, libero , tandemfleoeuosoerenu-latoquc, intus albidulo (Fee l. c.~). Da-gegen müssen sie eher bei L. ocellata be-stimmt werden als apothecia disco con-cavo atro, margine proprio elevato, li~bro subintegerrimo, intus concoloria, mar-gine thallode crassiori, albido.
3) Unsere Art haben wir blofs auf Casca-rillrinde getroffen, während Lecanoraatra unter den officinellen Rinden vor-züglich auf der China vorkommt.
Abbildung. Fig. 5, a ein Stück Casca-