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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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CHINA BICOLOßATA etc.

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CHINA BICOLORATA, CHINA PITOYA, s. TECAMEZ,COPiT. TECAMEZ, s. PITOYA, s. ATACAMEZ.

Zweifarbige China, Pitoyarinde, Tecamez-china, Atacamezrinde.

Es läfst sich die Abstammung dieser Rin-de noch nicht mit Bestimmtheit ausmittcln;und sie soll nach v. Humboldt, welcherdie Blüthen des Baumes sah, weder voneiner Cinchona, noch von einer Exo-stemma abstammen.

Sie wurde schon 1796 in England durcheinen Brief von Mr. Brown an AylnierBourke Lambert, Vicepräsidenten vonder Linnäischen Gesellschaft in London, be-

kannt (a), und in Deutschland bekamen-wir die erste Nachricht darüber vom Dr.Friese zu Breslau (b). Seit einigen Jahrenhat sie in Deutschland, gewissermafsen alseine neue Rinde, wieder Aufsehn erregt.Sic wurde von Brera in Padua (c) be-sonders gerühmt, unter der BezeichnungChina bicolor s. marmorina an mehre Ge-lehrte Deutschlands gesendet, in Hamburgund London unter dem Namen Pitoya-China, Pitoya-Rinde verkauft (ß) und

(a) Brown kam 17!>3 als Schi "Wundarzt eines zumWallfischfange an die Küsten von Quito und Peru be-stimmten Schiffes nach Tecamez , einem beträchtlichenindianischen Dorfe mit einem guten Ankerplätze an derKüste von Quito. Hier erkundigte er sich nach China-rinden, worauf man ihm die obige Rinde brachte, wel-che dort einheimisch was-, und zu gleichem Zwecke, wiedie andern Chinarinden, gehraucht wurde. Die Bäumesollen etwa 24 Fnfs hoch werden, und gegen 2 Pulsim Umfang halten; man schält jedoch vorzüglich diejungen Bäume, und zwar dergestalt, dafs die Indianerzwei Zoll breite, und zwei Fufs lange Einschnitte indie Rinde machen, die abgeschälten Stacke dann inBündel von 32 Pfund binden, und so etliche Tage auf-heben, che sie sie der Sonne zum Trocknen aussetzen.Troinmsdorff giebt in seiner trefflichen Waaren-kundo- die besten und ausführlichsten Nachrichten vondieser Rinde.

(6) II u r c 1 a n d' s Journal der prakt. Arzncyk. V. B. S. 858.

(c) Risultamenti attenuti nella Clinica medica dell J. R.Vniversitd di Padova daW aministratsionc di una ChinaRieolorata. Padova 1824.

(d) D. Ger so n uud O. Julius Magazin der ausländi-schen Litteratur der gerammten Heilkunde. Hamburg

1825. 8. B. IX. S. 303 — 370. liier giebt uns y. Ber-gen ausführliche Nachrieht über den Kamen und dieAbkunft der Pitoyarinde. Es waren nämlich in Liver-pool 200 Kisten Pitoyarinde angelangt, und Hr. v.Bergen überzeugte sich aus den ihm übersendetenProben, dafs diese Rinde schon in den Jahren 1817und 1821 in den öffentlichen Auctioncn vorgekommenwar, damals aber keine Liebhaber Tand, und zu ebenso niedrigen Preisen, wie die China nova, verkauftwurde. Sie war in den Londoner Originalfacturen mitdem allgemeinen Kamen: ftruvian-borlc , bezeichnet.Die Londoner Zeitung The Times vom 2!). Scptbr. 1824enthält Folgendes über diese liindc : „Eine Zeitung aus„Bogota vom 15. Jul. 1824 berichtet, dal's Herr 11 o s-„quera, Mitglied des Senats, Befehl gegeben hat,„eine Maulthierladnng Pitoya-Rindcn au Hn. II c n-„d crsoii, hrittischen Gencral-Consul zu Rogota, zu„senden, damit solche nach England geschickt und dort„in Ansehung ihrer Tauglichkeit zum arzneylichen Ge^„brauche in Vergleich mit der China, untersucht wer-„den möge, indem die Columbicr, mit einer bei einem„einheimischen Erzeugnisse zwar löblichen, aber ver-flüchtigen Parteilichkeit, die Pitoya der China„gleich, wenn nicht noch höher achten."