Druckschrift 
1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
Entstehung
Seite
47
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

* ; ; *Ste.

mmammäm

CHINA HUANUCO ETC. * 7

rey und Andere von der Cinchona glandu- gen Rinden sind zarte Längsnmzcln, je-

Ufera ab, einem Baume der Peruvianischen doch häufiger eine Menge kleiner kür-

Anden von 10 —12 Fufs Höhe (&). zer unregelmäfsiger Querrifschen vorhan-

Ir den. Bei alten Röhren sind die Querrisse

rv r- «i • 1 t)-u tiefer haben einen aufgeworfenen Rand

Die Guanuco-China kommt nur m Roh- tieier > 11<lLH - u C111 ° &

ren, niemals in flachen Stücken in Han- und «nd mit vielen Längsrissen unterbro-

del. Der Durchmesser der Röhren erstreckt chen, so dafs die Rinde dadurch ein rau-

sich meistens von einigen Linien bis auf hes, zerrissenes Ansehn erhalt. Es giebt

einen Zoll, selten darüber, höchstens bis Jedoch auch Rinden, bei welchen man

zwei Zoll. Ihre Dicfce beträgt l Linie bis zwischen den vielen Querrifschen oft meh-

5 Linien; ihre Länge 3 bis 15 Zoll. Die

re Linien lange und breite, beinahe glat-

meisten sind jedoch 4-10 Zoll lang. Sie te, oder schwach gerunzelte Stellenkommt ingerollten, zusammengerollten merkt, von strohgelber oder bleigrauerund geschlossenen Röhren vor, und die Farbe. Die vorherrschende Farbe der Ober-geschlossenen Röhren haben, wie v. Ber- Aäche ist die milchweise, die aber nichtgen sehr richtig bemerkt, fast immer selten in eine bleifarbige, strohgelbe undspiralförmige Windungen; auch erblickt grauweifse übergeht. Die Guanuco unter-man bei den gerollten Röhren größten- scheidet sich durch diese ihre helle Far-theils einen scharfen schrägen Messer- be, die Menge der kleinen Querrifschen,, . , v und den scharfen schrägen Messerschnitt,

Borke' und Splint fehlen fast nie, doch wesentlich von der Königschina und der

c j . u t>-i -i Loxa mit welchen sie die gröfste Aclm-

hndet man auch Rohren, wo an einzelnen *->u^a , uui «uuicu 0iU " " &

Stellen die Oberhaut abgesprungen ist, und lichkeit hat.

man die mit schwachen Eindrücken ver- Die Innen {läche sieht hellzimmtfarbensehene glatte braungelbe, bisweilen roth- ing Ockergelbe oder Rostfarbene überge-braune Oberfläche des Bastes erblickt. Sei- hend ^ und ist gr öfstentheils etwas rauh,tener ist die Borke, die gewöhnlich fest beson 'a e rs bei dicken Röhren grobfaserigan dem Splinte hängt, abgesprungen, so odßr splittrJg> 0 f t m it aufsitzenden Holz-dafs man die eisenrostfarbene Oberfläche fasem ^ ver3e hen.des Splintes sieht.

Die Oberfläche der Guanuco-China ist Der Querbruch ist ziemlich eben und

mit vielen Flechten bedeckt. Bei jun- glatt, nach der Innenfläche zu vom Splm-

(b) Dictionnaire des scienecs naturelles Tom. IX. p- 333 -Cet arbrisscau croit sur les montagnes des Andcs du Pe-tou. II s'elevc ä la hauteur de dix ä douze pieds. Sonecorce est d'ure blanc cendri etc.

CO Die Rinde scheint sehr fest auf dem Holze zu He-gen , und wahrscheinlich macht man diesen Schnitt,den man bei keiner andern China findet, nra die Rin-de hesser zu 1(iscn Auoh ^ d( . ul[ , t , mf dic Ab .

stammung von einem mehr strauchartigen Baume hin,

an welchem in der Regel, wenigstens an den altern Ae-sten und dem Stamme die Rinde fester haftet, als anden ehen so dicken, aber dabei Jüngern Acstcn einesgrofsen Baumes.(d) Auch diese Textur scheint für die Abstammung derGuanuco von einem strauchartigen Baume zu sprechen,wo die dicken Rinden vom Stamme genommen wurdenund sich nicht so leicht lösen liefsen, daher die Holz-splitter.