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CHINA HUANUCO etc.
CHINA HUANUCO, YUANACO, GUANUCO,
HAVANE,Huanuco-China, Yuanuco - oder Guanucorinde.
CINCHONA CORDIFOLIA. Mutis (*)?CINCHONA GLANDULIFERA. Ruiz et Pavon?
I. Hayne leitet sie von derselben Cinchona
Ueber die Abstammung dieser China ha- ab, welche die Königschina liefert; mit mehr
ben wir blofs Muthmafsungen aufzustellen; Wahrscheinlichkeit aber leiten sieFe'e, Vi-
(a) Hayne leitet die Huanucorinde von den Aesten derC. cordifolia ab , und diese Meinung hat allerdings aufden ersten Anblick sehr viel Wahrscheinlichkeit, wennman die gerollte Königschina, welche Hayne derC. cordifol. zusehreibt, mit den Huanucorinden ver-gleicht. Da nun aber wahrscheinlich die Königschinaton C. laneifolia abstammt, so müfsten wir, wenn wirfvimigschina nnd Huanuco von einem Baume ablei-ten, doch die C. laneifolia und nicht cordifolia als Mut-terpflanze anführen. Ich war stets auch der Meinung,dafs die beiden Chinasorten von einem Baume abstamm-ten, und wurde beim Untersuchen einiger Kisten Königschi-fta in Leipzig in diesem Sommer noch mehr darin bestärkt,wo ich gerollte Königschina fand, die beim ersten An-blick die gröfste Aehnlichkeit mit der Guanuco hat.lndcfs habe ich beim nähern Betrachten beider Hiudendoch mehre wesentliche Verschiedenheiten angetroffen,welche mir jetzt die Ueberzeugung geben, dafs beideBinden von zwei verschiedenen Bäumen abstammenmüssen. Die Königschina sieht bei weitem brauner,als die Guanucochina, und auf der Vater fläche un-terscheidet sie sich wesentlich durch ihre z i in in t-li r a u n c Farbe, welche bei frischen Rindennicht selten ins Röthliche schimmert. DieGrundfarbe der Guanucorinden ist die graue. In Mas-se gesehen verbreiten sie eine eigcnthümliclic leuchtende,weil'sgraue oder gelblichgraue Farbe, und auf der l n-terfläche sehen sie weit heller, mehr rostgelb aus.
Ob übrigens die Huanucochina von der C. glandulifera (Ruiz et Pavon flor. peruv. III. t. 224.) abstam-me, müssen wir ebenfalls dahingestellt seyn lassenFee leitet sie in seiner Concordance synonymique dugenre Cinchona etc. (Journ. do Chimic med. etc. I. 1825.p. 35. u. ÜO.J von der C. glandulifera ab. Concordancesynonimyquc botanique (im Essai sur les Cryptogames desvcorces exotique etc. 1824 .) heilst es: Cinchona glandu-lifera Ruiz et Pavon flor. per. III. p. 1. t. 224. —C. Mutisii Lamb. ill. of the gen. cinch. p. !). — C.microphylla Mutis. mfs. (auet. Zeu.) — C. quereifoliaPav. mfs. (auet. Lambert. — C. quereifolia, var. ß.crispa, Pav. mfs. (teste Lamb er t.).
v. Bergen (Monographie S. 277.) glaubt indersnicht, dafs die Huanuco von der C. glandulifera ab-stammen könne, weil diese Cinchona nach Ruiz undPavon blofs ein 12 Fufs hoher Baum seyn soll. Be-denken wir aber, dafs die Huanucochina stets nur inRöhren, und niemals in breiten oder flachen Stückenvorkommt, so sehe ich nicht ein, warum ein 12 Fufshoher Baum nicht Rinden liefern sollte, von welchendie gröfsten und stärksten nur, und dabei höchstselten, gegen 2 Zoll im Durchmesser halten, die mei-sten jedoch von einigen Linien bis zu 1 Zoll im Durch-messer vorkommen. Ja das Verhältnils ihrer Stärke zn ih-rem Durchmesser, ferner, die mit Flechten bedeckte Ober-fläche deutet eher daraufhin, dafs der Baum mehr strauch-artig und niedriger, als andre Cinehoncn seyn müsse.