Druckschrift 
1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
Entstehung
Seite
3
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

AJ^^^^s^

CORTEX ALCORJXOQUE VEL CHABARRO.

CORTEX ALCORNOQUE VEL CHABARRO,

Alkornokrinde.

i) ALGHORNEA LATIFOLIA SWARTZII?Die breitblättrige Alchornie?

Linn. XXII. Kl. XIII. O.

Juss. XV. Kl. I. 0. Farn. Euphorbiaceae.

2) QUERCUS SUBEll?Die Korkeiche.

5) BOWDICHIA VIRGILIOIDES?

Linn. X. Kl. I. O.

Juss. Fam. Leguminosae.

-

■

I.

Ueber die Abstammung der Rinde herr-schen noch vejschiedene Meinungen.

Nach v. Schrank ( ß ), Neesv. Esen-beck (fc) und mehren Andern ist es dieRinde des Stammes und der dickern Zwei-ge der oben genannten Alchornie, eines aufden höhern Bergen Jamaicas wachsenden '20Fufs hohen Baumes, mit horizontal ausge-breiteten Aesten.

Nach Boudenx (c) gehört der Baum,welcher die Alkornokrinde liefert, zur Fami-lie der Guttiferen. Nach Vierey (rl) je-doch ist es die Rinde der Korkeiche, welcheman vor der Bildung des Korkes einsam-melte (e).

Hr. Dr. Altfftrs in Bremen (/) führt an,dafs es eine Wurzelrinde sey, und bemerkt,dafs die Wurzel, in dünne Scheiben zerschnit-ten, Aehnlichkeit mit der Columbowurzel

(a) Büchner' s Repertor. B. III. S. 247.

(b) D ü s s e 1 d. officinelle Fflanzcnsammlung.

(c) Dictionnaircs de Drogucs simpl. etc. par Chev aMetet Richard. Paris 1827. S. 264.

Cd) Ebendaselbst.

Ce) C h e v a 11 i c r sagt in seinem Diciionn. des Drogucs etc.:Cette derniere opinion nous parait la plus probable, et"aus avons vu en Italie , dans les etats pontificaux, recol-ter Cccorce du Qu c reu s suber , dont les Angiitis föntvn assez grand commerce , sous le nom d'alcornoque. IIparait qu'ils Vemploienl au tannage des cuirs-

(f) Buchn. Repcrt. B. II. S. 16D. ff. Eben daselbst sagtAlbers ganz treffend: Die äußsere Binde ist gelblich-braun, mehr glatt als rauh, auf dem Durchschnitte roth-braun, und besitzt ein dichtes Gefüge. Der mittlereTheil der Rinde ist blafsgelbbraun, und besitzt einlockeres Gefüge; der innere Theil der Rinde istSplint; das Holz ist blafsgelh, wenig ins Grünlicheschielend, und besitzt ein dichtes Gefüge. Der Kernist hlafsbraun und dichter, als alle übrigen Theile derWurzel.