Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
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Sire, könnt Ihr sic nicht Helen lassen?"

Die Unglückliche»! sic wurden nicht von hier weg-konnncn. ES ist eine den Königen vorgcschrichene Be-dingung: sie dürfen weder nach ihrem Gefallen leben,noch darnach sterben. Aber seitdem ich Dein Versprechenhabe, bin ich ruhiger."

Heinrich dachte nach.

Ja allerdings, ich habe versprochen, mein König;werde ich aber auch halten können?"

WaS willst Du damit sagen?"

Ich selbst, werde ich nicht geächtet, mehr noch be-droht seyn, als der Kleine? Denn ich, ich bin ein Mann,und er ist nnr ein Kind."

Du täuschest Dich," antwortete Karl;bin ich ein-mal todt, so wirst Du stark und mächtig, und Dieseswird Dir Krait und Macht verleihen."

B-i diesen Worten zog der Sterbende ein Perga-ment unter seinem Kopfkissen hervor.

Nimm," sagte er.

Heinrich durchlief das mit dem königlichen SiegelVersehene Blatt.

Mir die Regentschaft?" fragte er vor Freude er-bleichend.

Ja, Dir die Regentschaft in Erwartung der Rück-kehr des Herzogs von Anjou, und da der Herzog allerWahrscheinlichkeit nach nickt znrückkebren wird, so ver-leiht Dir dieses Papier nicht die Regentschaft, sondernden Thron."

Mir de» Thron? ^ murmelte Heinrich.

Ja," sprach Karl,Dir, der allein würdig undbesonders fähig ist, diese galanten Wüstlinge, diese ver-lorenen Töchter zu regieren, die von Blut und Tbränenleben. Mein Bruder Älengon ist ein Bcrräther; erwirbein Verräther gegen Alle sepn. kah ihn also in demThurme, in welchen ich ihn gesperrt habe. Meine Mut-ter wird Dich umbringen wollen, verbanne sie. MeinBruder Anjou wird in deri, in vier Monaten, in einem