Druckschrift 
9/10 (1845)
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Augenblick seine Amme ihm näherte, einen Trank in derHand haltend, den sie in dem anstoßenden Zimmer berei-tet hatte, ohne darauf Achtung zu geben, daß sich dasGeschick von Frankreich drei Schritte von ihr entschied,sprach er:

Rufe meine Mutter, gute Amme, und sage auch,man möge Herrn von Alcnyon kommen lassen."

XVIl.

Der König ist todt: cs lcbc der König!

Catharina und der Herzog von Alen^on traten, Beideleichenbleich vor Schrecken und zitternd vor Wuth, einpaar Minuten nachher ein, Catbarina wußte, wiees Heinrich errathen, Alles und hatte Franz mit wenigenWorten Alles mitgetheilt. Sie machten einige Schritteund blieben daun wartend stehen.

Heinrich stand oben an dem Bette von Karl.

Der König wußte nicht, was vorgegangen war, underklärte ihnen seinen Willen.

,,Madame," sagte er zu seiner Mutter,hätte icheinen Sohn, so würdet Ihr Regentin, oder in Ermange-lung von Euch würde es der König von Polen, oder inErmangelung des Königs von Polen mein Bruder Franz;aber ich habe keinen Sohn, und nach mir gehört derThron meinem Bruder, dem Herzog von Anjou, welcherabwesend ist. Da er früher oder später erscheinen wird,um diesen Thron zu fordern, so soll er nach meinemWillen nicht eine» Menschen an seinem Platze treffen,der durch beinahe gleiche Rechte ihm seine Ansprüchestreitig machen könnte und folglich das Königreich Prä-tendenten-Kriegen preiSgeben würde. Darum nehme ichEuch nicht zur Regent!», Madame; denn Ihr hättetzwischen Euren zwei Söhnen zu wählen, waS sehr Pein-