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9/10 (1845)
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habe bereits fünfundzwanzig Blätter gelesen, das heißtverschlungen/'

,.Er hat fünfundzwanzigmal das Gift gekostet,"dachte Franz.Mein Bruder ist todt!"

Dann meinte er, es gäbe einen Gott im Himmel,der vielleicht nicht der Zufall wäre.

Franz trocknete mit seiner zitternden Hand denSchweiß ab, der in großen Tropfen auf seiner Stirnestand, und wartete schweigend, wie ihm sein Bruder be-fohlen hatte, bis er das Kapitel vollends gelesen hätte.

II.

Wie Weize.

Karl las immer noch. In seiner Neugierde ver-schlang er das Buch, und jedes Blatt hing, wie gesagt,sey es wegen der Feuchtigkeit, der das Buch lange aus-gesetzt gewesen war, sei) es aus einem andern Grunde,an dem folgenden Blatte.

Rlenyon betrachtete mit starrem Auge dieses furcht-bare Schauspiel, dessen Entwickelung er allein vorhersah.

,,AH," murmelte er,was geht denn hier vor?Wie! ich sollte abreisen, ich sollte mich verbannen, ichsollte einen eingebildetenTbrvn suchen, während Heinrichbei der ersten Kunde der Krankheit von Karl in irgendeine befestigte Stadt zwanzig Meilen von Paris zurück-kehren würde, nm auf diese Beute zu lauern, welche unsder Zufall preisgibt, und mit cinenr Schritt in derHauptstadt sepn konnte, so daß, ehe der König von Polennur Nachricht von dein Tode meines Bruders erhaltenhätte, die Dynastie bereits verändert wäre; das ist un-möglich."

Diese Gedanken beherrschten das erste Gefühl un-willkühriichen Abscheus, das Franz antrieb, Karl zu-