Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
70
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Durch den schändlichen Herzog von Alenyon. Jchhatte Recht, daß ich ihm den Hals umdrehen wollte."

Und glaubst Du, unsere Sache sey von ernsterBedeutung?"

Ich denke."

ES ist also die Folter zu befürchten?"

Ich verberge Dir nicht, daß ich bereits daran ge-dacht habe."

Und was wirst Du sagen, wenn eS dazu kommt?"

Und Du?"

Ich werde schweigen," antwortete La Mole miteiner fieberhaften Röthe.

Du wirst schweigen?" rief CoconnaS.

Ja, wenn ich die Kraft dazu habe."

Wohl, ich aber," versetzte Coconnas,wenn mandiese Schändlichkeit gegen mich begeht, stehe Dirdafür, daß ich vielerlei Dinge sagen werde."

Was für Dinge?" fragte La Mole lebhaft.

Oh! sey ruhig! von jenen Dingen, welche Herrnvon Alen^on einige Zeit am Schlafen verhindern sollen."

La Mole wollte etwas erwiedern, als der Kerker-meister, der ohne Zweifel ein Geräusch gehört hatte,berbeilief, jeden von den zwei Freunden in sein Zimmerstieß und die Thnre hinter ihnen schloß.

VII.

Seit acht Dagen war Karl an sein Bett gefesselt;es hatte sich seiner ein langsames Fieber bemächtigt,das von heftigen Anfällen unterbrochen wurde, welcheeine große Aehnlichkeit mit, epileptischen Erscheinungenhatten. Während dieser Anfälle stieß er zuweilen einGebrülle aus, das mit dem größten Schrecken die inseinem Vorzimmer ausgestellten Wachen hörten, während