6l
„Eiweiß in Milch geschlagen. Doch bald hätte ich ver-gessen, Amme," fuhr er fort, „der arme Actäon ist ge-storben. Man muß ilm morgen früh in einer Ecke desGartens vom Louvre beerdigen lassen. Es war einermeiner besten Freunde,,. Ich lasse ihm ein Grabmalsetzen, wenn ich Zeit dazu- habe,"
VI.
Oer Wal- von Pincennes.
Heinrich wurde, wie dieß Karl IX, befohlen hatte,noch an demselben Abend nach dem Walde von Bincen-nes geführt. So nannte man damals das chcrühmteSchloß, von dem heutzutage nur ein riesiges Bruchstückübrig ist, welches jedoch genügt, um einen Begriff von sei-ner ehemaligen Größe zu geben.
Die Reise wurde in einer Sänfte gemacht. VierWachen gingen an jeder Seite, und Herr von Nancep,der Ueberbringer des Befehls, welcher Heinrich die Pfor-ten des schützenden Gefängnisses öffnen sollte, marschirtevoraus.
An der Schlupfpforte des ThnrnieS hielt man an.Herr von Nancep stieg vom Pferde, öffnete den geschlos-senen Schlag und lud den König ehrfurchtsvoll ein, ans-zusteigen,
Heinrich gehorchte, ohne die geringste Bemerkungzu machen. Jeder Aufenthaltsort schien ihm sicherer, alsder Louvre, und zehn Thüren, die sich hinter ihm scbloßen,schloßen, sich zu gleicher Zeit zwischen ihm und Catharinavon Mevicis,
Der königliche Gefangene schritt über die Zug-brücke, ging durch die drei Thüren des Thurmes unddurch die drei Thüren, welche zur Treppe führStockwerkstieg, Herrn von Nanceh immer Voran, ein ten, und