Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
158
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glaube mir, spiele mit Katharina nicht das furchtbareSpiel um Leben und Tod."

Warum nicht?" versetzte Heinrich, Katharina festanschauend;warum nicht eben so gut mit Euch, alsmit jedem Anderen, da ich bis jetzt gewonnen habe?"

Gebt also zu dcni König hinauf, mein Herr, daIhr weder glauben noch hören wollt," sagte Katharinamit einer Hand auf die Treppe deutend, mit der andernmit einem von den zwei vergifteten Dolchen spielend,welche sie in der historisch gewordenen Scheide von schwar-zem Chagrin trug.

Geht zuerst hinauf, Madame," erwiederte Heinrich;so lange ich nicht Regent bin, gebührt Euch die Ehredes Vortritts."

Katharina errieth alle seine Absichten, wagte esaber nicht, dagegen zu kämpfen, und ging voraus.

XVI.

Dir Pegenhschast.

Der König fing an ungeduldig zu werden. Erhatte Herrn von Nanceh in sei» Zimmer rufen lassenund ihm Befehl gegeben, Heinrich zu holen, als diesererschien.

Karl stieß einen Freudenschrei ans, und Heinrichblieb erschrocken, als ob er sich einer Leiche gegenübergesehen hätte.

Die zwei Aerzte, welche sich an seiner Seite be-fanden , entfernten sich; der Priester, der den unglück-lichen Fürsten zu einem christlichen Ende ermahnt hatte,zog sich ebenfalls zurück.

Karl IX. war nicht beliebt, und doch weinte manviel in den Vorzimmern. Bei dem Tode der Könige,wie sie auch gewesen seyn mögen, gibt es immer Leute,