Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
163
Einzelbild herunterladen
 

Jahr vielleicht Warschau verlassen und Dir die Gewaltstreitig machen; antworte Heinrich durch ein Breve desPapstes. Ich stabe diese Sache durch meinen Botschaf-ter, den Herzog von Revers, unterhandelt, und Du wirstunverzüglich das Breve erhalten."

Ost, mein König!"

. Fürckte nur Eines, Heinrich, den Bürgerkrieg.Bleibst Du jedoch bekehrt, so vermeldest Du ihn; denndie Hugenoltenpartei hat nur unter der Bedingung Be-stand, daß Du Dich an die Spitze derselben stellst, undHerr von Eondo besitzt nicht die Kraft, gegen Dich zukämpfen. Frankreich ist ein Land der Ebenen, Heinrich,folglich ein katholisches Land. Der König von Frankreichmuß der König der Katholiken und nicht der der Huge-notten sein; denn der König von Frankreich mnß der Königder Mehrzahl sehn. Man sagt, ich suhle Gewissensbisse,daß ich dle Bartholomäusnacht gemacht habe; Zweifel, ja ;Gewissensbisse, nein. Man sagt: ich schwitze das Blut derHugenotten durch alle Poren. Ich weiß, was ich aus-schwltze, Arsenik und nicht Blut."

Oh! Sire, was sagt Ihr?"

Nichts. Soll mein Tod gerächt werden, Henrlot,so soll es durch Gott allein geschehen. Sprechen wirhievon nur noch, um die Ereignisse vorherzusehen,welche dle Folgen davon sehn werden. Ich hlnterlaffeDir ein gutes Parlament, ein erprobtes Heer. StützeDich auf das Parlament und auf das Heer, um Deinenzwei einzigen Feinden, meiner Mutter und dem Herzogvon Alen^on, zu widerstehen."

In diesem Augenblick hörte man in der Vorhalleein dumpfes Geräusch von Waffen und militärischen Be-fehlen.

,,Jch bin todt." murmelte Heinrich.

Du fürchtest, Du zögerst?" sagte Karl unruhig.

Ich!" versetzte Heinrich,nein, ich fürchte nicht;nein, ich zögere nicht: ich nehme an."

Karl reichte ihm dle Hand. Und da sich ln diesem