Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
145
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Fürchtet nichts , Madame," 'sprach Caboche, derdiesen Blick crrielh;die Edclleute sollen begraben, inheiliger "Erde bestattet werden, das schwöre ich Euch,"

Und Du läßt mit Diesem Messen für sie lesen,"sprach Henriette, riß Üon ihrem Halse ein prachtvollesCollier von Rubinen und bot es dem Henker,

Man kehrte in den Louvre zurück, wie man vondemselben ausgegangen war. An der Pforte gab sichdie Königin zu erkennen. Unten an ihrer Geheimtreppestieg sie aus; dann ging sie tu ihre Wohnung, legteihre traurige Reliquie in das Cabinet des Schlafzim-mers , das von diesem Augenblick an ein Bctzimmer zuwerden bestimmt war, ließ Henriette in ihrem Gemacheund kehrte gegen zehn Uhr ÄbendS in den großen Ball-saal zurück, in denselben, wo wir vor bald zwei undeinem halben Jahre das erste Kapitel unserer Geschichtesich eröffnen sahen.

Aller Augen wandte» sich nach ihr, und sie trugdiese» allgemeinen Blick mit einer stolzen, beinahe freu-digen Miene, den» sie halte frommer Weise den letztenWunsch ihres Geliebten erfüllt.

Als Karl sie erblickte, durchschritt er wankend diegoldene Woge, die ihn umgab.

,,Meine Schwester/' sprach er laut,ich dankcEuch."Dan» fügte er ganz leise bei:

Nehmt Euch in Acht! Ihr habt einen Blutfleckenam Arm,"

,,OH! was ist daran gelegen, Sire," erwiedcrteMargarethe,wenn ich nur ein Lächeln ans den Lippenhabe."

XIV.

Dcr Ulutschwciß.

Einige Tage nach der furchtbaren Scene, die wirso eben erzählt haben, d. h. am SO. Mai 1574, als