174
„Während jetzt? . . ."
„Jetzt bin ich es."
„Ihr habt ihn gesehen?"
„Vollkommen. Ich Ing bei einem Weinhändlergegenüber im Hinterhalt; ich sah ihn zuerst in dasselbeHauS wie am Abend vorher eintretcn; dann, da Frauvon Sauve zögerte, hielt- er unkluger Weise sein Ge-sicht an eine Fensterscheibe im ersten Stocke, und dies-mal blieb mir kein Zweifel mehr. UeberdieS kam einenAugenblick nachher Frau von Sauve abermals zu ihm."
„Und Ihr glaubt, sie werden wie ln der vergan-genen Nacht bis drei Uhr Morgens bleiben?"
„Es ist wahrscheinlich."
„Wo ist dieses Haus?"
„Bei der Croir-des-Petits-Champs, gegen Saint-Honoro."
„Gut. Herr von Sauve kennt Eure Handschriftnicht?"
„Setzt Euch und schreibt."
Maurevel gehorchte, nahm eins Feder und sprach:
„Madame, ich bin bereit."
Catharina dictirte:
„Während der Baron von Sauve seinen Dienst imLouvre ihut, ist die Baronin mit einem ihr befreundetenLassen in einem Hause in der Nähe der Croir-deS-PetitS-ChampS, gegen Saint-Honorä; der Baron kann das Hausan einem rothen Kreuze erkennen, das man an dieMauer machen wird."
„Was soll ich hiemit thun?" fragte Maurevel.
„Macht eine Abschrift von diesem Briefe," sprachCatharina.
Maurevel gehorchte.
„Nun laßt einen von diesen Briefen durch einen ge-wandten Menschen dem Baron von Sauve znstellen," sagtedie Königin, „und den andern soll dieserMensch in denGängen des Lonvre fallen lassen."