Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
155
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glaubt es und Niemand zweifelt daran, daß der Unter-redung, welche er mit Euch pflegen will, die Absicht zuGrunoe liegt, Euch in eine Falle zu locken,"

Mich?"

Ja, Karl will, cbe er flirbt, wissen, was er vonEuch zu fürchten oder zu hoffen hat, und von EurerAntwort auf seine Anerbietungen, gebt wohl Acht, hän-gen die letzten Befehle ab, die er geben wird, das heißtEuer Leben oder Tod."

Aber was soll er mir denn anbieten?"

Was weiß ich? Wahrscheinlich unmögliche Dinge!"

Habt Ihr keine Ahnung, meine Mutter?"

Nein, aber ich vermuthe, zum Beispiel..,."

Catharina hielt inne.

Was?"

Ich vermuthe, daß er, die ehrgeizigen Absichten beiEuch vorangsetzend, von denen man ihm gesagt hat, ausEurem Munde den Beweis von diesem Ehrgeiz erlangenwill. Denkt, er versuche Euch, wie man wohl die Schul-digen versucht, um ein Gefländuiß ohne Folter hcrvor-zurufen. Denkt," fuhr Catharina, Heinrich fest an-schauend, fort,er trage Euch eine Statthalterschaft, sogardie Regentschaft an."

Ein unsägliche Freude verbreitete sich in dem Herzenvon Heinrich ; aber er erricth den Schlag, und diese kräf-tige, geschmeidige L>eele sprang unter dem Angriffe zurück.

Mir?" sagte er,die Falle wäre zu plump. Mirdie Regentschaft, während Ihr da sepd, während meinSchwager Alen^on da ist?"

Catharina kniff sich in die Lippen, um ihre Freudezu verbergen.

Ihr leistet auf die Regentschaft Verzicht?" fragtesie lebhaft.

Der König ist todt," dachte Heinrich,und siestellt mir eine Falle."

Dann antwortete er laut:

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