Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
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gen wäre eS überdies vielleicht zu spät. Nur muß einedritte Person unserer Unterredung beiwohnen."

Warum?"

Weil, ich wiederhole es Euch, der Tod auf demAnmarsche ist," versetzte Karl mit furchtbarer Feierlichkeit;weil er jeden Augenblick, wie Ihr, bleich und stumm undohne steh anmclden zu lassen, eintreten kann. Es istalso Zeit, da ich diese Nacht dazu verwendet habe, meineAngelegenheiten in Ordnung zu bringen, diesen Morgendie Angelegenheiten des Königreichs zu orkuen."

,,Und wer ist die Person, die Ihr zu sehe» wünscht?"fragte Katharina.

Mein Bruder, Madame. Laßt ihn rufen."

Sire," sagte die Königin,ich sehe mit Vergnügen,daß die mehr durch den Haß dictirten, als den Schmer-zen entrissenen Anschulngungen sich in Eurem Geisteverwischen und bald auch aus Eurem Herzen verschwindenwerden.

Amme!" rief Catharma,Amme!"

Die gute Frau, welche außen wachte, össnete die Thnre.

Amme," sprach Katharina,auf Befehl meinesSohnes, sagt Herrn von Nanecp, wenn er kommt, er sollden Herzog von Alentzvn liolen."

Karl machte ein Zeichen, das die gute Frau, als siezu gehorchen sich anschickte, wieder zurnckhiclt.

Ich habe gesagt, Madame, meinen Bruder," ver-setzte Karl.

Katharina riß die Augen auf, wie die Tigerin,wenn sie in Wuth geräth, Karl aber erhob gebieterischdie Hand.

Ich will mit meinem Bruder Heinrich sprechen,"sagte er.Heinrich allein ist mein Bruder; nicht jener,der als König in der Ferne regiert, sondern der, welcherhier gefangen sitzt. Heinrich soll meinen letzte» Willenerfahren."

«Und ich," rief die Florentinerin mit einer unge-wöhnlichen Kühnheit, dem Willen ihres Sohnes gegen-