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strebte begierig darnach, seinen Eifer durch Herbeiführungdes verlangte» Arztes an den Tag zu legen.
Da öffnete sich eine Thüre, und man sah Catharinaerscheinen. Sie durchschritt rasch das Vorzimmer undtrat lebhaft in das Gemach ihres Sohnes.
Karl war auf seinem Bette auSgestreckt, das Augeerloschen, die Brust keuchend. Von seinem ganzen Körperfloß ein röthlicher Schweiß. Seine Hand hing am Betteherab und am Ende jedes seiner Finger stand ein flüs-siger Rubin.
Es war ein furchtbares Schauspiel.
Doch bei dem Geräusch der Tritte seiner Muttererhob sich Karl, als halte er dieselben erkannt.
,,U,n Vergebung, Madame/' sagte er, seine Mutteranschaucnd, „ich wünsche im Frieden zu sterben."
„Sterben! mein Sohn," verfehle Catharina, „wegeneiner vorübergehenden Krise dieses gewöhnlichen Nebels!Wollt Ihr so verzweifeln?"
„Ich sage Euch, Madame, ich fühle, wie meineSeele hingeht, ich sage Euch, Madame, daß rer Todkommt, Tod aller Teufel! .... Ich fühle, was ich suhle,und weiß, was ich sage."
„Sire," sprach die Königin, „Eure Phantasie istEure schwerste Krankheit. Seit der wohlverdienten Hin-richtung jener zwei Zauberer, jener zwei Mörder, dieman La Mole und Cocounas nannte, müssen sich Eurekörperlichen Leiden vermindert haben. Das moralischeNebel allein dauert noch fort, und wenn ich nur zehnMinuten mit Euch sprechen könnte, so würde ich Euchbeweisen. ..."
„Amme," sprach Karl, „wache an der Thüre, Nie-mand soll eintreten; die Königin Catharina von Me-dicis will mit ihrem vielgeliebten Sohne, Karl IX.,sprechen."
Die Amme gehorchte.
„In der That," fuhr Karl fort, „diese Unterredungmußte einmal stattfiuden; besser heute als morgen. Mor-