Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
141
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Wahrend dieser Zeit warf Margarethe einen Sammet-mantcl über ihre bloßen Schultern.

Komm, komm," sagte sie,wir werden sie noch ein-mal sehen."

Margarethe ließ alle Thürcn schließen, befahl, dieSänfte an die kleine verborgene Pforte zu bringen, nahmHenriette unter dem Arm, schritt mit ihr durch den ge-heimen Gang und machte Caboche ein Zeichen, ihr zufolgen.

An der Thnre unten war die Sänfte. An der Pforteaußen wartete ein Knecht von Cabvche mit einer Laterne.

Die Träger von Margarethe waren vertraute Leute,taub und stumm, sicherer, als es Sanmthiere gewesenwären.

Die Sänfte wurde, Meister Caboche und sein Knechtmit der Laterne voran, ungefähr zehn Minuten fortgc-tragen; dann hielt sie an.

Der Henker öffnete den Schlag, während der Knechtvorauslief.

Margarethe stieg auö und half sodann der Herzoginvon Revers aussteigen. Bei den« großen Schmerze, wel-cher Beide mit seiner ganzen Gewalt gefaßt hatte, wardiese nervige Organisation die stärkere.

Der Thurm des Drillhanses ragte vor den zweiFrauen wie ein düsterer, ungestalter Riese empor undwarf ein röthlichcs Licht durch die Schießscharten an seinerSpitze herab, hinter denen zwei Flammen bemerkbarwaren.

Der Knecht erschien wieder an der Thürc.

Ihr könnt eintreten," sagte Caboche;es schläftAlles im Thurme."

In demselben Augenblicke erloschen die Lichter hinterden Schießscharten.

Fest an einander geschlossen, traten die zwei Frauenunter die kleine bogenförmige Pforte und schritten imSchatten auf dem feuchten, holperigen Boden hin. Sie er-blickten ein Licht im Hintergründe eines Ganges und wandten