Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
132
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Dann sich gegen La Mole umwendend, sprach er:

Umarme mich und siirb gut. Es wird Dir nichtschwer werden, Freund, denn Du bist so muihig."

Ah," entgkgnete La Mole,es wird kein Berdienstvon mir seyn, wenn ich gut sterbe, ich leide so sehr/'

Der Priester näherte sich und streckte ein Crucisirgegen La Mole ans, der ihm lächelnd das Reliquien-kästchen zeigte, welches er in der Hand hielt.

Gleichviel," sagte der Priester,bittet immerhindenjenigen um Kraft, welcher gelitten hat, was Ihrleiden sollt."

La Mole küßte die Füße Christi.

Empfehlt mich zum Gebete den Damen der gebe-nedeiten Heiligen Jungfrau," sagte er.

Beeile Dich, La Mole," sprach Coconnas,Duthust mir so wehe, daß ich fühle, wie ich schwach werde."

Ich bin bereit," sprach La Mole.

Könnt Ihr Euern Kopf gerade halten?" fragte Ca-boche, indem er sein Schwert hinter dem niedcr-knieenden La Mole richtete.

Ich hoffe es," versetzte dieser.

Dann wird Alles gut gehen."

Aber Ihr," sagte La Mole,Ihr werdet meineBitte nicht vergessen; dieses Reliquienkästchen wird Euchdie Thüre öffnen."

Sehd unbesorgt. Doch sucht den Kopf ein weniggerade zu halten."

La Mole richtete den Hals auf und sprach, seineAugen nach dem Thürmchen wendend:

Gott befohlen, Margarethe, sei) ge. .."

Er vollendete nicht. Mit einem Schlage seinesblitzenden Schwertes machte Caboche das Haupt fallen,und dieses rollte zu den Füßen von Coconnas.

Der Körper streckte sich sachte aus, als wollte erniederliegen.

Ein ungeheurer Schrei, eine Zusammenballung vontausend Schreien, erscholl, und Coconnas kam es vor,