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„Warte," erwiederte Coconnas.
Er machte dem Henker ein Zeichen und dieser gingauf die Seite; dann bückte er sich, nahm La Mole inseilte Arme, wie er ein Kind genommen hätte, und stieg,ohne zu wanken, mit seiner Last die Treppe der Platt-form hinauf, wo er La Mole unter dem wütheudstenGeschrei und Beifallklatschen der Menge niederlegte.Coconnas nahm seinen Hut vom Haupte und grüßte.Dann warf er seinen Hut neben sich auf das Schaffet,„Schau' umher," sagte La Mole, „erblickst Du sienicht irgendwo?"
Coconnas schaute langsam rings auf dem Platze um-her, hielt, an einem Punkte angelangt, an und streckteohne die Augen abzuwenden seine Hand aus, welchedie Schulter seines Freundes'berührte,
„Schau'," sagte er, „schau' nach dem Fenster jeneskleinen Thurm es,"
Und mit seiner andern Hand zeigte er La Mole daskleine Monument, das noch jetzt, ein Trümmer aus ver-gangenen Jahrhunderten, zwischen der Nüe de la Van-nerie und der Rue du Mout»n besteht,
Z ei schwarz gekleidete Frauen standen an einan-der gelehnt nicht unmittelbar am Fenster, sondern etwasrückwärts,
„Ah!" sagte La Mole, „ich fürchtete nur Eines, zusterben , ohne sie wiederzusehen. Ich habe sie wieder-gesehen und kann nun sterben,"
Und die Augen gierig ans das kleine Fenster geheftet,drückte er das Religuienkästchen an seinen Mund und be-deckte es mit Kliffen.
Coconnas begrüßte die zwei Frauen mit aller An-inuth, die er sich in einem Salon gegeben hätte.
Dieses Zeichen erwiedernd, schwängen sie ihre vonThränen durchnäßten Taschentücher,
Cabochc berührte mit dem Finger die Schulter vonCoconnas und machte ihm ein verständliches Zeichen.„Ja, ja," sagte der Piemontese.