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von Gut und Schlimm, fühlte sich Karl ein wenig besserund gab Befehl, den ganzen Hof eintreten zn lassen,der wie gewöstnlich, obgleich kein Lever statthalte, je-den Morgen sich für das Lever einfand. Die Thürenwurden also geöffnet, und man konnte an der Bläffeseiner Wangen', am Vergilben seiner elfenbeinernen Stirne,an der fieberhaften, aus seinen hohlen, von einem dun-kelblauen Kreise umgebenen, Augen hervorsvringendenFlamme festen, welche furchtbare Verheerungen bei demjungen Monarchen eie unbekannte Krankheit angerichiethalte, von der er befallen worden war.
Das königliche Gemach war bald voll von Höflin-gen, Neugierigen und Jnteressirten.
Catharina, Atenyon und Margaretste wurden unter-richtet, daß Karl empfing.
Alle drei traten in kurzen Zwischenräumen nach ein-ander ein, Caiharina ruhig, Alenxon lächelnd, Marga-rethe niedergeschlagen.
Catharina setzte sich zn den Häupten ihres Sohnes,ohne den Blick zu bemerken, mit welchem dieser sie hattenahe kommen sehen.
Alengon stellte sich unten an das Bett.
Margarethe stützte sich auf einen Schrank undkonnte sich, als sie die bleiche Stirne, das abgemagerteGesicht und die eingefallenen Augen ihres Bruders wahr-nahm, eines Seufzers und einer Thräne nicht enthalten.
Karl, dem nichts entging, sah diese Thräne, hörtediesen Seufzer und machte Margarethe ein unmerklichesZeichen mit dem Kopse.
Dieses Zeichen, so unmerklich es auch war, er-hellte daö Antlitz der armen Königin von Navarra,der Heinrich etwas zu sagen nicht die Zeit gehabthatte, oder vielleicht sogar nichts hatte sagen wollen.Sie fürchtete für ihren Gemahl, sie zitterte für ihrenGeliebten.
Für sich selbst fürchtete sie nicht, sie kannte La Mole
zu gut und wußte, daß sie ans ihn rechnen konnte.