Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
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die seit einiger Zeit durch so viel unheilvolles Geräuscherweckten Echos des alten Louvre dasselbe in ihren Tiefenwiederholten. Waren diese Anfälle vorüber, so sank ervöllig entkräftet, mit erloschenem Auge, in die Arme sei-ner Amme zurück und beobachtete ein Stillschweigen,dessen Beweggrund sich eben so wohl in der Verachtung,als tm Schrecken suchen ließ.

Wollte man sagen, was jedes seiner Seils, ohneihre Gefühle einander miizutheilen, denn die Mutterund der Sohn flohen sich mehr, als sie sich suchten,wollte man sagen, was Calharina von Medicis und derHerzog von Alenyon an finsteren Gedanken im Grundeihres Innern nmwälzten, so niüstte man das häßlicheGewimmel eines Vipernnestes zu schildern suche».

Heinrich war in seinem Zimmer eingeschloffen wor-den und auf seine eigene Bitte an Karl hatte Niemanddie Erlaubniß erhalten, ihn zu sehen, selbst Margarethenicht ausgenommen: dieß war in den Augen von Alleneine völlige Ungnade.

Katharina und Alenyon athmeten freier, denn siehielten ihn für verloren. Heinrich und trank ruhiger,denn er glaubte vergessen zu sepn.

An dem Hofe ahnete Niemand die Ursache derKrankheit des Königs. Meister Ambroise Parö undMazille, sein College, hatten eine Magenentzündung er-kannt , indem sie sich bei dem Resultate über die Ursachetäuschten. Sie batten deshalb eine mildernde Behand-lung vorgeschrieben, was nur den von Rene angegebenenTrank nnterstützen konnte, welchen Karl dreimal desTagS als einzige Nahrung aus den Händen seiner Ammeempfing.

La Mole und CoconnaS waren im strengsten Ge-wahrsam in Vincennes. Margarethe und Frau vonNeverS machten zehn Versuche, um zu ihnen zu dringenoder wenigstens ihnen ein Billet zukommen zu lassen,aber es gelang ihnen nicht.

Eines Morgens, mitten unter ewigem Abwechseln