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Aber bald beruhigte er sich und erwiederte:
„Es ist gut, mein Herr, Ihr fallt sehen, was Ihrverlangt."
Und sich abwcudend, als wollte er sich dem Lichtenähern, machte er die angebliche Reliquie los, welche nichtsAnderes war, als ein Medaillon, ein Porträt entbaltend,das er aus dem Medaillon zog und an seine Lippen drückte.Als er eS aber wiederholt geküßt hatte, stellte er sich, alsließe er cs fallen, preßte sodann mit aller Gewalt denAbsatz seines Stiefels darauf und zermalmte es in tau-send Stücke.
„Mein Herr!" rief der Gouverneur.
Und er bückte sich, um zu sehen, ob er nickt ausder Zerstörung den unbekannten Gegenstand retten könnte,den ihm La Mole entziehen wollte. Aber das Bild warbuchstäblich in Staub v rwandelt.
„Der König wollte diese» Juwel haben," sprach LaMole, „aber er hatte kein Recht ans daö Porträt, daser enthielt. Hier ist ras Medaillon, Ihr könnt es nehmen."
„Mein Herr," versetzte Beanlieu, „ich werde mich beidem König beklagen."
Und ohne von dem Gefangenen auch nur mit einemeinzigen Worte Abschied zu nehmen, entfernte er sich sozornig, daß er dem Kerkermeister die Sorge überließ, die.Thüren ohne seine Ueberwachnnq zu schließen.
Der Kerkermeister machte einige Schritte, um hinanS-zngehen als er aber sah, daß Herr von Beanlieu bereitsdie ersten Stufen der, Treppe Hinabstieg, sagte er, sich um-wendend :
„Meiner Treue. lieber'Herr, es ist mir gut zu Stattengekommen, daß ich Euch aufgcfordcrt habe, mir die hundertThaler sogleich zu geben, durch deren Vermittelung ich ein-willige, Euch mit Euren Gefährten sprechen zu lassen; dennhättet Ihr sie mir nicht gegeben, so würde sie der Gou-verneur mit den dreihundert andern genommen haben,und mein Gewissen erlaubte mir nicht mehr, etwas fürEuch zu thun; aber ich bin zum Voraus bezahlt, ich habe