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Gefangenen, durch diese Schießscharten auch nur den Himmelzu sehen. Bogenleistcn gingen von jeder Ecke des Saalesaus und vereinigten sich mitten am Plafond, wo sie sichin einer Einsetzrose verloren.
La Mole saß in einem Winkel und verharrte trotzdes Besuches, als ob er nichts gehört hätte.
Der Gouverneur verweilte einen Augenblick auf derSchwelle und schaute den Gefangenen an, welcher, denKopf in seinen Händen, unbeweglich blieb.
,.Guten Abend, Herr de La Mole/' sagte Beaulien.
Der junge Mann richtete langsam den Kopf ans.
,,Guten Abend, mein Herr," crwiedcrte er.
„Mein Herr," fuhr der Gouverneur fr-rt, „ich komme,um Euch zu durchsuchen."
„Das ist unnöthig," sprach La Mole, „ich werde EuchAlles znstellen, was ich habe."
„Was habt Ihr?"
„Ungefähr dreihundert Thalcr, diese Juwelen, dieseRinge "
„Gebt, mein Herr," sagte der Gouverneur.
„Hier."
La Mole wandte seine Taschen um, streifte seine Ringevon den Fingern und riß die Agraffe von seinem Hute.
„Habt Ihr sonst nichts mehr?"
„Nichts, das ich wüßte."
„Und das seidene Band, das nm Euren Hals ge-schlungen ist, was hängt daran?" fragte der Gouverneur.
„Mein Herr, cs ist kein Juwel, es ist eine Re-lignie."
„Gebt."
„Wie, Ihr verlangt?"
„Ich habe Befehl, Euch nichts zu lassen, als EureKleider, und eine Nelignie ist kein Kleidungsstück."
La Mole machte eine Bewegung desZornes, welche beider schmerzlichen, ruhigen Würde, die ihn auszeichnete, die-sen an heftige Bewegungen gewöhnten Menschen vielfurchtbarer vorkam.