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jenen ruhigen Höflichkeiten zurück, welche den Gouver-neuren von Festungen, den Kerkermeistern und den Hen-kern eigenthümlich sind.
«Habt Ihr Geld, mein Herr?" fragte er den Ge-fangenen.
„Ich," sprach CoconnaS, «keinen Thaler."
„Juwelen?"
„Ich babe eine» Ring,"
«WolltJhr mir erlauben, daß ich Euch durchsuche ?"
„Mordi!" rief CoconnaS vor Zorn roth werdend,,,eS kommt Euch wohl zu Statten, daß Ihr im Ge-fängnisse seyd, und ich auch."
„Man muß füwden Dienst des Königs Alles leiden,"
„Die ehrlichen Leute," rief der Piemontese, „dieauf dem Pont-Neuf plündern, sind also wie Ihr imDienste des Königs? Mordi! ich war sehr ungerecht,mein Herr, denn bis jetzt hielt ich sie für Diebe,"
„Mein Herr, ich grüße Euch," sagte Beaulieu. „Ker-kermeister, schließt diesen Herrn ein,"
Der Gouverneur entfernte sich und nahm dabei denRing von CoconnaS, einen sehr schonen Smaragd, mit,den ihm Frau von Revers als Erinnerung an die Farbeihrxr Augen geschenkt hatte.
„Zum Andern," sagte er hinausgehend.
Man durchschritt ein leeres Zimmer und das Spielder drei Thürcn, der sechs Schlösser und neun Riegel fingwieder an.
Die letzte Thüre öffnete sich und ein Seufzer wardas erste Geräusch, welches das Ohr der Eintretendenberührte.
Dieses Zimmer war noch düsterer anzuschaucn, alsdasjenige, durch welches Herr von Beaulieu kam.
Bier lange und schmale Schießscharten, welche voninnen nach außen gingen, erleuchteten nur schwach dentraurigen Aufenthaltsort. Eiserne Stangen, welche mitso viel Kunst gekreuzt waren, daß der Blick beständig durcheine schräge Linie aufgehalten wurde, perhinderten den