Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
23
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S3

schirten die Jägerbursche mit grauen Wämmsttn undhohen Stiefeln, welche, ein halbes Dutzend Hunde mitder Stimme beherrschend,, die Rohre am Ufer nieder-traten.

In diesem Augenblick kam plötzlich die bis jetzthinter Wolken verborgene Sonne aus dem düstern Oceanhervor, in den sie getaucht war. Ein Strahl ibres Lich-tes beleuchtete all' dieses Gold, alle diese Juwelen,alle diese glühenden Augen, und aus dem ganzen Lichtewurde ein Teuerstem».

Jetzt, und als hätte er nur diesen Moment er-wartet, damit eine schone Sonne seine Niederlage be-leuchte, erhob sich ei» Reiher, eine» langen, klagendenSchrei ausstoßend, mitten aus dem Schilfe.

Haw! haw!" rief Karl, seinem Falken die Haubeabziehend und ihn dem Flüchtling nachwerfend.

Haw! haw!" rief man einstimmig, um den Vogelzu ermuthigen.

Einen Augenblick von dem Lichte.geblendet, drehtesich der Falke gleichsam um sich selbst und beschrieb einenKreis, ohne vorzurücken oder zurückzuweichen; dann er-blickte er plötzlich den Reiher und nahm rasch seinen Flugi» der Richtung desselben.

Der Reiher aber, der sich als ein kluger Vogelauf mehr als hundert Schritte von den Jägcrburschenerhob, hatte, während der König seinem Falke» dieHaube abnahm und dieser sich an das Licht gewöhnte,Raum oder vielmehr Höhe gewonnen. So kam es, daßer, als ihn sein Feind erblickte, mehr als fünf hundertSchritte entfernt war, und da er in den höhere» Zonendie für seine mächtigen Flügel erforderliche Lust fand,stieg er rasch empor.

Haw! haw! Bec-de-Fcr," rief Karl seinen Falkenermuthigend, »beweise uns, daß du Rare hast. Haw!haw!"

DaS edle Thier schoß, als hätte es diese Ermu-thigung verstanden, wie ein Pfeil fort, wobei es eine