Druckschrift 
9/10 (1845)
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nicht nur der Geisterseherei, sondern auch der Verleum-dung beschuldigen."

Was verlangt Ihr also?"

«Daß mich Eure Majestät im Namen unserer Bru-derliebe höre, daß sie im Namen meiner Ergebenheit,welche sie erkennen wird, nicht zu hastig verfahre. MachtcS so, Sire, daß der wahre Schuldige, daß derjenige,welcher Eure Majestät seit zwei Jahren in der Absichtverräth, bis er sie in der That vcriathen kann, endlichdurch einen unfehlbaren Beweis als schuldig erkanntund'nach Verdienst bestraft wird."

Karl antwortete nicht. Er ging an ein Fenster undöffnete es. Das Blut stieg ihm zu Kopfe.

Endlich wandte er sich um und sagte:

Nun, was würdet Ihr thun? Sprecht, Franz."

Sire, ich würde den Wald voü Saint-Germain durchdrei Abtheilungen Chevaurlegers umstellen, die zu einer-verabredeten Stunde, um nlf llhr etwa, sich in Marschzu setzen und Alles, was sich im Walde befindet, an demPavillon von Franz l. zusammen zu treiben hätten,den ich wie durch Zufall als Sammelplatz für das Mit-tagessen bezeichnen würde. Dann, wenn ich, während ichden Schein hätte, als folgte ich meinem Falken, Heinrichsich entferne» sehen würde, ritte ich an den Sammelplatz,wo er mit allen seinen Genossen gefangen sepu wird."

Der Gedanke ist gut; man lasse meinen Kapitänder Garden kommen."

Alengon zog aus seinem Wammse eine silberne, aneiner goldnen Kette hängende Pfeife und pfiff.

Herr von Nancep erschien.

Karl ging auf ihn zu und gab ihm seine Befehlemit leiser Stimme.

Während dieser Zeit hatte sein großer WindhundAetäon eine Beute ergriffen, die er im Zimmer umher-rollte und unter tausend tollen Sprüngen mit den Zäh-ne» zerriß,

Karl wandte sich um und stieß einen furchtbaren