Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
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rückuihaltsn. Es War das beharrliche Geschick, dasHcinrick zn bewachen und die Valois zu verfolgen schien,und gegen welches der Herzog noch einmal anzustrebenversuchen wollte.

In einem Augenblicke änderte sich sein ganzer Plan inBeziehung anfHeinrich. Es war Karl und nichtHeinrich,der das vergiftete Buch gelesen batte. Heinrich solltesich entfernen, aber vernrtbeiit entfernen. Van den, Au-genblick an, wo das Geschick ihn noch einmal rettete,mußte Heinrich bleiben, denn Heinrich war weniger zufürchten als Gefangener in Vincennes oder in der Ba-stilie, als wenn er König an der Spitze von drcißigtau-send Mann gewesen wäre. ,

Der Herzog von Alencon ließ Karl sein Kapitelvollenden. Als der König aber das Haupt erhob,sagte er:

„Mein Brnder, ich wartete, weil Eure Majestätes mir so befohlen hatte, aber zu meinem großen Be-dauern, da ich Euch Dinge von der'größten Wichtig-keit mitzntheilen habe."

„Nb, zum Teufel!" sprach Karl, dessen Wangensich allmähiig pnrpurroth färbten, mochte er nun mit.zu großem Eiker gelesen haben, oder fing das Gift be-reits an zn wirken, ,.znm Teufel! wenn Du mir aber-mals von derselben Sache sprechen willst. Du gehst ab,wie der König von Polen abgegangcn ist. Ich habemich seiner entledigt und werde mich Deiner entledigen;kein Wort mehr hierüber."

„Mein Brnder," erwiederte Franz, „ich will auchnicht von meiner Abreise mit Euch sprechen, sondernvon der eines Andern. Eure Majestät hat mich inmeinem tiefsten, zartesten Gefühle verletzt, in meinerbrüderlichen Ergebenheit für sie, in meiner Treue alsUnterthan, nnd es liegt mir daran, ihr zn beweisen,daß ich kein Verrätber bin."

„Stille," sprach Karl, stützte sich mit dem Ellen-bogen auf das Buch, kreuzte die Beine übereinander