Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
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Verfluchte Blätter!" sagte der König, seinen Dau-men an seine Lippen legend und dann auf das Buch drückend,um das Blatt, das er gelesen, von dem zu trennen,welches er lesen wollte.Man sollte glauben, man hättedie Blätter an einander geklebt, um den Blicken derMenschen die Wunder z» entziehen, die cs enthält."

Alengon machte einen Sprung vorwärts.

Das Buch, über das Karl sich beugte, war das-jenige. welches Alenqon bei Heinrich niedergelegt hatte.

Ein dumvfer Schrei entfuhr ihm.

,.AH! Ihr sepd es, Alengon." sprach Karl;seydWillkommen und schaut das schönste Jagdbuch an, dasje aus eines Menschen Feder hervorgegangen ist."

Die erste Bewegung von Nlengon war, das Buchden Händen seines Bruders zu entreisten, aber ein hölli-sches Lächeln fesselte ihn an seinen Platz, ein furchtba-rer Gedanke umspielte seine bleichen Lippen; erfuhr mitder Hand über seine Augen hin, wie ein geblendeterMensch.

Dann allmählig sich erholend, aber ohne einenSchritt vorwärts oder rückwärts zu thnn, fragte Alengon:

,Sire, wie kommt dieses Buch in die Hände EurerMajestät?"

,.DäS ist ganz einfach. Ich ging so eben zu Hen-riot hinauf, um zu sehen, ob er bereit wäre. Er warschon nicht mehr in seiner Wohnung; ohne Zweifellief er in den Ställen umber; aber an seiner Stelle fandich dieses unschätzbare Werk, das ich mitnahm, um esnach Bequemlichkeit lesen zu können."

Und der König setzte abermals seinen Daumen anseine Lippen und drehte noch einmal das rebellischeBlatt um.

Sire," stammelte Alenoon, dessen Haare sichsträubten, dessen ganzer Leib von einer furchtbaren Angstgeschüttelt wurde,Sire, ich wollte Euch sagen...'."

Laßt mich dieses Kapitel vollenden, Franz," sprachKarl,dann könnt Ihr mir sagen, was Ihr wollt. Ich