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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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442 Die Römer im Kampfe mit Carthago,

war, um sich auf diesem Wege eine nachdrückliche Hülfe zu schaffen.Den Römern diente zum Vorwand für den Krieg, daß Eumenes, der,um ihren Haß gegen Perseus zu schüren, nach Rom gekommen war,auf dem Rückwege bei Delphi, wie es hieß auf Perseus' Veranstaltung,meuchlerisch angegriffen worden war. Der Krieg brach aus im Jahre171 und obgleich Perseus darin keinen großen Geist bewährte, warendoch auf seiner Seite die Mittel so ansehnlich und auf römischer Seitedie Geschicklichkeit der Feldherrn so gering, daß derselbe sich bis in dasvierte Jahr hinzog. Eine Zeit lang kämpfte Perseus glücklich im nörd-lichen Thessalien und schon entstanden im mittleren Griechenland Be-wegungen, die für die Römer bedenklich waren und sie zu harter Ahn-dung herausforderten. Im Jahre 168 brachte Consul Aemilius Paullus,Sohn des gleichnamigen bei Cannä gefallenen Feldherrn, die Entschei-dung. Ihm gelang der bisher vergeblich versuchte Uebergang über diekambunische Bergkette und bei Ppdna erfolgte die Entscheidungsschlacht.Da der König sich zu keinem neuen Widerstandsversuche erheben konnte,flüchtete er nach Samothrace, ward dort gefangen und in Rom vondem Sieger im Triumphe aufgeführt, worauf er den Rest seines Lebensin schmach- und qualvoller Gefangenschaft in Alba am Fuciner Seeverlebte. Macedonien wurde nicht zur Provinz eingerichtet, aber zehnBeauftragte des Senates erklärten, daß Rom für die Völker gegen kö-nigliche Herrschaft kämpfe und zerschlugen das Land in vier Bezirke mitden Hauptstädten Amphipolis, Thessalonice, Pella und Pelagonia, derenjeder eine republikanische Verfassung erhielt, zwischen denen man, um siegetheilt und schwach zu erhalten, weder Connubium noch Commerciumgestattete und denen ein Tribut auferlegt wurde. Aehnliches ge-schah mit dem gleichfalls bezwungenen Jllyrien, aus welchem Gen-tius, wie Perseus, zum Triumphe fortgeschleppt worden war.Ueber die Epiroten, die im Laufe des Krieges, von Perseus' Sie-ge« ermuthigt, sich auf dessen Seite geschlagen hatten, kam ein bluti-ges, den Namen der Römer entehrendes Strafgericht. In ihre sämmt-lichen Städte wurden im Jahre 167 römische Besatzungen gelegt undvon denselben eine allgemeine Metzelei unter den Bewohnern angestellt,worauf die übrig Bleibenden in die Sklaverei verkauft wurden. DasVolk, über das Pprrhus einst geherrscht, war vertilgt und sein Landwurde illyrischen Stämmen preisgegeben. Aehnliches geschah in Aetolienan der makedonischen Partei, die während des Krieges ihr Haupt er-hoben hatte und über die der Haß der römischen Partei jetzt die römischeRache brachte. Noch weiter nach Osten erstreckte sich die Erschütterung.Auch gegen Nhodus begann Rom die Sprache des Herrschers zu führen,nachdem dasselbe in Besorgniß für seinen Handel, den der Aufenthalteiner makedonischen und einer römischen Flotte im ägäischen Meere be-