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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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bis zum Tode Alexanders des Großen.

gleitet, eingedrungen war, in große Lebensgefahr gerieth. Da, wo diefünf Nebenflüsse, nachdem sie sich nach und nach zu einem vereinigt

haben, sich in den Indus ergießen, ward ein Alerandrien angelegt. Vonhier wurden Züge gegen die von den Bramanen aufgeregten benachbar-ten Stämme unternommen und, nachdem ein Theil des Landheeres unterKraterus nach Persien zurückgcsandt war, von der Flotte und dem übri-gen Landheer der Weg den Indus hinab angetreten. Im Jahre 325erreichte man das Delta des Indus, untersuchte dessen beide Mündungs-arme und, während Nearch seine Seefahrt begann, trat der König, derdie Kunde von Unordnungen in den inneren Provinzen erhalten hatte,den Rückweg zu Lande durch die südlichen Provinzen des persischen

Reiches, Gedrosien und Karamanien, an. Der Zug durch Gedrosienkostete einem großen Theile des Heeres das Leben, da in diesem wüstenLande Tausende vor Hunger und Durst verschmachteten oder an Krank-heit und Entkräftung hinstarben. Erst Karamanien, wo Kraterus vonDrangiana aus zu dem Könige stieß, bot Erquickung. Hier wurde überden Satrapen des Landes, so wie über den von Aria, den Kraterus

gefangen mitgebracht hatte, Gericht gehalten, weil sie sich Gewaltthätig-

keiten in ihren Provinzen erlaubt hatten. Gleiches geschah aus gleichenUrsachen in der Folge mit den Satrapen, von Persis, Susiana undMedien. Im Jahre 324 war Alexander in Susa und hier traf auchNearch ein, der an der langen nur von ärmlichen Fischervölkern be-wohnten Südküste Asiens bei ungünstigen Winden langsam hingefahrenund endlich in den schon früher durch Wegräumung der Quer-schwellen schiffbar gemachten Tigris eingelaufen war. Kurz vorherhatte der König in PersiS das Schauspiel erlebt, daß einer der indischenPriester und Weisen, von den Griechen Gymnosophisten genannt, Kala-nus mit Namen, der aus den unteren Jndusgegenden freiwillig dasHeer begleitet hatte, im Sinne indischer Entsagung sich auf einemScheiterhaufen verbrannte. Recht im Gegensätze zu dieser Selbstauf-opferung feierte er in Susa Feste, in denen er seine Macht als Königvon Asien genoß. Diese Macht zu befestigen, betrieb er mit erneutemEifer den Plan, Macedonier und Griechen zu Asiaten umzubilden, ver-heirathete sich mit Darius Tochter Barsine und veranlaßte Tausendeaus seinem Heere, persische Frauen zu nehmen. Zugleich wurde dasHeer fortwährend durch Asiaten ergänzt. Unter diesen Umständen kamwährend eines Aufenthaltes in der Nähe der Tigrismündung, wo einAlerandrien angelegt worden war, in der Stadt Opis die Unzufrieden-heit der alten Krieger drohend zum Ausbruch. Die Haltung des Kö-nigs, der sich von ihnen zurückzog und ihnen zu zeigen suchte, wie er sieentbehren könne, brachte die Aufrührer, von denen beim Anfänge desTumultes schon die lautesten mit dem Tode bestraft worden waren, zur