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Rede über dcn Apostel Paulus,
mit Philosophen, wie Epiktet und Andern. Solche unwissen-schaftliche Träume muß man ablegen, und einen Lehrer des Evan-gelium von politischen Führern und Gesetzgebern und Philosophenwohl unterscheiden.
Eine andere Art der Lehre ist den Propheten und Apostelnanvcrtraut worden; und wiewohl die Verkündigung und Lehreder Propheten und Apostel von Christus und Seinen Wohlta-ten Eine und dieselbe ist, so ist doch die paulinische Darstellungdeutlicher uud lichtvoller. Wie daher in andern Angelegenheitenbesondere, glanzende Vorzüge der Einzelnen hervor treten, wiez. B. Elias den Baaldicnst in Israel gestürzt, Jcsaias dieAssyrer von der Stadt Jerusalem zurück getrieben, Jeremiasauf eine ganz neue Weise, gegen die Beispiele der Vorzeit, dasVolk gerettet hat, indem ec die Unterwerfung und das traurigeund jammervolle Ersil rieth; so hata uch Paulus seine eigenthüm-lichen Vorzüge. Er hat nicht nur das Evangelium weiter, alsdie übrigen Apostel, ausgebreitet, sondern auch bis zu seinemEnde für die künftige Kirche solche Denkmäler aufgestellt, welchedas Evangelium vom Gesetz und bürgerlicher Weisheit weit licht-voller, als die Schriften der übrigen Propheten und Apostel, un-terscheiden. Wenn Manche dieses heilsame Werk für geringfü-gig halten, so geben sie entweder ihre Unwissenheit, oder ihrenUnglauben kund. Denn es kommt in der That Viel darauf an,daß man die wahren Gränzen und den wahren Unterschied derLehren des göttlichen Gesetzes, der Philosophie und des Evange-lium kenne. Diese hat Paulus, gleichsam wie in einer ge-richtlichen Entscheidung von Gränzangclegenheitcn, durch deutlicheMacken von einander geschieden, und dcn Nutzen einer jeden ge-zeigt. Diese Verschiedenheit vermengen wollen, ist trauriger, alswenn man aus der Welt die Sonne wegnähme. Denn welcherUnterschied findet zwischen dem Heidenthum und der Kirche Statt,wenn dieses Licht verloren ist, in welchem die Kirche die Ueber-zeugung hat, daß sie Gott gewiß angenehm sei, und von Ihmum des Sohnes, unsers Mittlers willen berücksichtigt,erhört, erhalten werde?
Die Griechen und viele andere Völker hatten Belehrungenüber ehrbare Sitten und äußere Zucht bewahrt. Wie viele, durchWeisheit und Tugend ausgezeichnete Männer bei den Heidenwußten, daß es einen Gott gebe, einen ewigen Geist, der Allesgeschaffen, wie z. B. Plato eben so tief als richtig das WesenGottes bestimmt, wenn er spricht, Er sei die ewige Vernunft,
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