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Friedrich von Sachsen. 1525.
dere ich Euch auch bei dieser Trauer auf, daß Ihr Eurer Pflichteingedenk. Euren Dank bezahlt für das reiche Maß von Segnun-gen, welches uns in diesem Fürsten zu Theil geworden ist; daßIhr das Gedächtnis seiner Vorzüge tief in Eure Herzen prägt,und bedenkt, was Ihr für seine viele Arbeit und für so große, umEuretwillen ertragenen Mühseligkeiten auch seinen Manen schul-dig seid! Ihr seid ihnen aber schuldig, vor Allem das Heil sei-ner Seele in frommen Gebeten Gott zu empfehlen; ferner, daßIhr den edlen Fürsten, welche an seine Stelle treten, und beidiesem so bewegten Zustand ganz Europa's die Pflicht, die allge-meine Wohlfahrt und Ruhe zu schützen, übernehmen, gewissenhafteTreue und Gehorsam beweiset. Das dürfen Friedrichs Ma-nen für seine herrlichen Verdienste mit Recht als Dank fordern,und wo Ihr denselben nicht in seinem ganzen Umfange bezahlt,möchtet Ihr keine leichte Schuld auf Euch laden! Dann werdetIhr nicht nur als undankbar gegen den hoch verdienten Fried-rich, sondern auch als sündhaft vor Gott, dem Geber so gro-ßer Wohlthaten, welche Ihr unter seiner Herrschaft empfangen,und dem Stifter dieser neuen Regierung, erscheinen. Und gewiß,wer die Dankbarkeit gegen Gott verletzt, sündigt nicht ungestraft.Ich bitte aber zu Gott, Er wolle Friedrichs Seele nach Sei-ner Barmherzigkeit in Seinen Schutz nehmen und sie bewahren;Er wolle auch die neue Regierung des Bruders segnen, unserLand in diesen traurigen Zeiten beschirmen, und Euch den, dieöffentliche Ruhe liebenden Sinn verleihen, daß Ihr Eure Fürstennach dem Gebote Gottes mit aller Treue und Gewissenhaftig-keit verehret!