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Der erste Sonntag war ein schwerer Tag auf demHofe des Landfriedbauern. Die Alten hatten Amreiangenommen, aber wie wird es mit der Familie werden?Es ist nicht leicht in eine solche schwere Familie zu kom-men, wenn man nicht mit Roß und Wagen hineinfährtund allerlei Hausrath und Geld und eine breite Ver-wandtschaft Bahn macht.
Das war ein Fahren am nächsten Sonntag voniOberland und Unterland her zum Landfriedbauern. Eskamen angefahren die Schwäger und Schwägerinnen mitihrer Sippe. „Der Johannes hat sich eine Frau geholtund hat sie gleich mitgebracht, ohne daß Eltern, ohnedaß Pfarrer, ohne daß Obrigkeit ein Wort dazu gesagt.Das muß eine Schöne sein, die er hinter dem Zaunegefunden." So hieß es allerwärts. Die Pferde an denWagen spürten, was beim Landfriedbauer geschehen war,sie bekamen manchen Hieb und wenn sie ausschlugen ginges ihnen noch ärger, und wer da fuhr, hieb drauf los,bis ihm der Arm müde wurde und dann gab's nochmauchen Zank mit der Frau die daneben saß und übersolch ungebührliches, waghalsiges Dreinfahrcn schimpfteund weinte. — Eine kleine Wagenburg stand im Hofedes Landfriedbauern und drinnen in der Stube war dieganze schwere Familie versammelt. Mit hohen Wasser-stiefeln, mit nägelbeschlagenen Schnürschuhen, mit drei-eckigen Hüten wo bei dem einen die Spitze, bei dem an-dern die Breite nach vorn saß, war mau bei einander. DieFrauen pisperten unter einander und winkten dann ihrenMännern oder sagten ihnen leise: sie sollten nur sie ma-chen lassen, sie wollten den fremden Vogel schon hinaus-beißen, und es war'ein bitterböses Lachen, das entstand.