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Barfüßele
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5. Auf dem Holderwasen.

. Als am andern Morgen der Ohm kam, erklärte Amrei,daß sie dabliebe. Es lag eine seltsame Mischung vonBitterkeit und Wohlwollen darin als der Ohm sagte:Freilich, du artest deiner Mutter nach, und die hat nieetwas von uns wissen wollen; aber ich kann den Dannallein nicht mitnehmen, wenn er auch ginge. Der kannnoch lange Nichts als Brod essen; du hättest eS anwverdienen können."

Amrei entgegnete, daß sie das vor der Hand hier zuLande wolle, und daß sie mit ihrem Bruder später, wennder Ohm noch so gut gesinnt bleibe, ja zu ihm kommenkönne.

In der Art, wie nun der Ohm seine Theilnahme fürdie Kinder ausdrückte, wurde der Entschluß Amrci's wiederetwas schwankend, aber in ihrer besondern Weise wagtesie daS nicht kund zu geben; sie sagte nur:Grüßet mirauch Eure Kinder und saget ihnen, daß es mir recht hartist, daß ich meine nächsten Anverwandten gar nie gesehenHab', und daß sie jetzt weit übcr's Meer ziehen und iwsic jetzt vielleicht mein Lebenlang nicht mehr sehe."

Der Ohm machte sich rasch auf und gab nur noch Amreiden Auftrag, den Dami von ihm zu grüßen, er babekeine Zeit mehr, ihm Lebewohl zu sagen.