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17. Weber Äerg und Thal.
Es läßt sich nicht so fortleben in gleichem Athem, eswechseln Nacht und Tag, lautlose Ruhe und wildes Rau-schen und Brausen und die Jahreszeiten alle. So imLeben der Natur so im Menschenherzen, und wohl demMenschenherzen, das auch in aller Bewegung sich nichtaus seiner Bahn verirrt.
Es war Tag geworden, als die beiden Liebenden vorder Stadt ankamen und schon eine weite Strecke vorher,als ihnen der erste Mensch begegnete, waren sie abge-stiegen. Sie fühlten, daß ihre Auffahrt gar seltsam er-scheinen mußte und der erste Mensch war ihnen wie einBote der Erinnerung, daß sie sich wieder einfinden müßtenin die gewohnte Ordnung der Menschen und ihre Her-kömmlichkeiten. Johannes führte das Pferd an der einenHand, mit der andern hielt er Amrei, sie gingen lautlosdahin, und so oft sie einander ansahen, erglänzten ihreGesichter wie die von Kindern, die aus dem Schlafe er-wachen. So oft sie aber wieder vor sich niederschauten,waren sie gedankenvoll und bekümmert um das, was nunwerden sollte.
Als ob sie mit Johannes schon darüber gesprochenhätte, und in der unmittelbaren Zuversicht, daß er dasGleiche gedacht haben müsse, wie sie, sagte jetzt Amrei: