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Barfüßele
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gekommen, daß er nicht mehr blos die falschen Groschenaus seinem Besitzthume herschenkte; es that ihm Wohl,nun endlich das wirklich Geltende und Werthvolle anzu-greifen.

Eines Abends rief er Amrei zu sich hinter das Hausund sagte zu ihr:Schau, Mädle, du bist brav undgescheit, aber du kannst doch nicht wißen, wie ein Mannist. Mein Johannes hat ein gutes Herz, aber es kannihn doch einmal wurmen, daß du so gar nichts gehabthast. Da, komm her, da nimm das, sag' aber keinerMenschenseele was davon, von wem es ist. Sag', duhabest es mit Fleiß verborgen. Da nimm!" Und er reichteihr einen vollgestopften Strumpf voll Kronenthaler undsetzte noch hinzu:Man hätte das erst nach meinem Todefinden sollen, aber es ist besser, er kriegt es jetzt undmeint, es wäre von dir. Eure ganze Geschichte ist jagegen alle gewöhnliche Art, daß auch das noch dabei seinkann, daß du einen geheimen Schatz gehabt hast. Vergißaber nicht, es sind auch zwei und dreißig Federnthalerdabei, die gelten einen Groschen mehr als gewöhnlicheThaler. Heb's nur gut auf, thu's in den Schrank, wodie Leinwand drin ist, und trag' den Schlüssel immer beidir. Und am Sonntag, wenn die Sippschaft bei einanderist, schüttest du's auf den Tisch aus."

Ich thue das nicht gern, ich mein' das sollte derJohannes thun, wenn's überhaupt nöthig ist."

Es ist nöthig, aber mag's meinetwegen der Johannesthun; aber still, versteck's schnell, da, thu's in deineSchürze, ich hör' den Johannes, ich glaub' er ist eifer-süchtig."

Die Beiden trennten sich rasch.