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Barfüßele
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Noch am selben Abend nahm die Mutter Amrei mitauf den Speicher und holte einen ziemlich schweren Sackaus einer Truhe, das Band daran war auf's Abenteuer-lichste verknüpft und sie sagte zu Amrei:Mach mir dasBand auf."

Amrei versuchte, es ging schwer.

Wart, ich will eine Scheere nehmen, wir wollen'saufschneiden."

Nein," sagte Amreidas thu' ich nicht gern; habtnur ein bischen Geduld, Schwieger, werdet schon sehen, ichbring's auf."

Die Mutter lächelte während Amrei mit vieler Müheaber mit kunstgeübter Hand den Knoten doch endlich auf-brachte und jetzt sagte sie:So, das ist brav und jetztschau einmal hinein was drin ist."

Amrei sah Silber- und Goldstücke und die Mutterfuhr fort:Schau Kind, du hast am Bauer ein Wundergethan, ich kaun's noch nicht verstehen, wie er's zugegebenhat; aber ganz hast dn ihn doch noch nicht bekehrt. MeinMann redet immer drauf herum, daß es doch gar so argsei, daß du so gar Nichts habest; er kaun's noch nichtverwinden, er meint immer, du müßtest im Geheimen einschönes Vermögen besitzen und du habest uns nur ange-führt, um uns auf die Probe zu stellen, ob wir dich alleinohne Alles gern aunehmen; er läßt sich das nicht aus-reden und da bin ich ans einen Gedanken gefallen. Gottwird uns dieß nicht zur Sünde anrechnen. Schau, dasHab' ich mir erspart in den sechs und dreißig Jahren diewir mit einander Hausen, ohne Unterschleif, und es istauch noch Erbstück von meiner Mutter dabei. Und jetztnimm du's und sag nur, es sei dein Eigenthum. Das