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Barfüßele
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Guck und hast mich augelogen und hast gesagt, duhabest es verloren," schalt der Bauer zu seiner Frau.

Und da," fuhr Amrei fort, ihm den eingewickeltenGroschen hinreichend,da ist das Geldstück, das Ihr mirgeschenkt habt, wie ich auf dem Holdcrwasen die Gänsegehütet und Euch am Brunnen Wasser geschöpft Hab'."

Ja, ja, ist Alles richtig, aber was soll denn jetztdas Alles? Was dir geschenkt ist, kannst du behalten,"sagte der Bauer.

Amrei stand auf und sagte:Ich habe aber jetzt nocheine Bitte: lasset mich ein paar Minuten reden, ganzfrei. Darf ich?"

Ja, warum nicht?"

Schaut, Euer Johannes hat mich mitnehmcn wollenund zu euch bringen als Magd, und ich hält' auch gernbei euch gedient zu andern Zeiten, lieber als sonstwo;aber jetzt wär's unehrlich gewesen, und gegen wen ichmein Lebenlang ehrlich sein will, dem will ich nicht zumerstenmal unehrlich mit einer Lüge gekommen sein. Jetztmnß alles sonnenklar sein. Mit Einem Wort: der Jo-hannes und ich, wir haben uns von Grund des Herzensgern und er will mich zur Frau haben..."

Oha!" schrie der Bauer und stand rasch auf; manhätte es deutlich sehen können, daß seine frühere Unbc-holfenheit nur geheuchelt war.Oha!" schrie er nochmals,als ob ihm ein Gaul durchginge. Die Mutter aber hieltihn bei der Hand fest und sagte:Laß sie doch ausreden."

Und Amrei fuhr fort:

Glaubet mir, ich bin gescheit genug, und ich weiß,daß man eines nicht aus Mitleid zur Schwiegertochtermachen kann; Ihr könnet mir was schenken, viel schenken,