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Barfüßele
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nehmen, das heißt, sie sollte eine Viertelstunde vorherabsteigen und als Magd ins Haus kommen.

Amrei zeigte ihre ganze Klugheit, indem sie auseinander-fetzte was zu diesem Verfahren bestimme und was daraushervorgehen könne. Halte sie sich bei der Schwester auf,so hatte sie zuerst eine Person zu gewinnen, die nicht dieentscheidende war und es konnte allerlei Hin- und Her-zerrerei geben, die nicht zu berechnen war, abgesehen da-von, daß es in späteren Zeiten immer eine mißliche Er-innerung, und in der ganzen Umgegend ein Gerede bleibe,daß sie sich nicht geradezu ins Haus gewagt habe. Dascheine der zweite Weg besser. Aber es gehe ihr widerdie Seele, mit einer Lüge ins Haus zu kommen. Frei-lich habe ihr die Mutter vor Jahren versprochen, daß siezu ihr in Dienst kommen könne; aber sie wolle ja jetztnicht in Dienst und es sei wie ein Diebstahl, wenn siesich in die Gunst der Eltern einschleichen wolle, und siewisse gewiß, daß sie in dieser Verlarvung Alles ungeschicktthäte. Sie könne nicht gradaus sein, und wenn sie demVater nur einen Stuhl stellen wolle, werfe sie ihn gewißum, denn sie müsse immer dabei denken: Du thust's, umihn zu hintergehen. Und wenn Alles das auch noch ginge:wie sie denn vor den Dienstleuten erscheinen müsse, wennsie später hören, daß sich die Meisterin als Magd insHaus eingeschmuggelt habe und sie könne mit Johanneswährend der ganzen Zeit kein Wort reden.

Diese ganze Auseinandersetzung schloß sie mit denWorten:Ich Hab' dir das Alles nur gesagt, weil duauch meine Gedanken hören willst, und wenn du etwasmit mir überlegst, so muß ich doch frei herausreden; ichsage dir aber auch gleich: was du willst, wenn du es festAuerbach, Varfüßele. 15