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Barfüßele
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ist nicht so. Mir kommt es schrecklich vor, daß ich aufeinmal für so Vieles verantwortlich sein soll. Gelt, deineMutter hilft mir noch? Sie ist ja noch gut bei derHand. Ich weiß gar nicht, wie man's macht, daß ichnicht Alles an die Armen verschenke; aber nein, dasgeht nicht, es ist ja nicht mein. Ich hab's ja auch nurgeschenkt."

„Almosengeben armet nicht! ist ein Sprüchwort meinerMutter," erwiederte Johannes hierauf.

Es läßt sich nicht sagen, mit welchem Jubel die bei-den Liebenden dahinfnhren. Jedes Wort machte sie glück-lich. Als Amrei fragte: „Habt ihr auch Schwalben amHaus?" und Johannes dieß bejahte mit dem Beisatze,daß sie auch ein Storchennest hätten, da war Amrei ganzglücklich, und ahmte das Storchengeschnatter nach, undschilderte gar lustig, wie der Storch mit ernsthaftem Ge-sichte auf Einem Bein stehe und von oben herunter insein Haus schaue.

War es eine Verabredung, oder war es die innereMacht des Augenblicks? Sie sprachen nichts davon, wienun die eigentliche Auffahrt und das Eintreten ins elter-liche Haus vor sich gehen sollte, bis sie gegen Abend inden Amtsbezirk kamen, in dem Zusmarshofen lag. - Erstjetzt, als Johannes schon einige Leute begegneten, die ihnkannten, ihn grüßten, und ihn verwundert anschauten,erklärte er Amrei, daß er sich zweierlei ausgedacht habe,wie man die Sache am besten anfange. Entweder wolleer Amrei zu seiner Schwester bringen, die hier abseitswohnte — man sah den Kirchthurm ihres Dorfes hintereinem Vorberge — er wollte dann allein nach Hause undAlles erklären; oder er wolle Amrei gleich mit ins Haus