beschienene Dorf Hand in Hand. Nicht weit von demEltcrnhanse blieb Barfüßele stehen nnd sagte: „Siehst dn?Aus diesem Fleck da, da hat mir deine Mutter den An-henker geschenkt und einen Kuß gegeben."
„So? Und da hast noch einen und noch einen."
Selig umarmten sich die Liebenden. Der Vogelbeer-banm rauschte drein, und vom Wald her tönte Nachti-gallenschlag.
„So, jetzt ist's genug, nur noch den und dann gehstmit herein zur Marann'. O lieber Gott im siebentenHimmel! Was wird die sich freuen!"
Sie gingen mit einander hinein in das Haus undals Barfüßele die Stubenthür öffnete, fiel eben wieder,wie damals der Sonnenstrahl, jetzt ein breiter Mond-strahl ans den Engel am Kachelofen, und er schien jetztnoch fröhlicher zu lachen und zu tanzen, und jetzt riefBarfüßele mit mächtiger Stimme: „Marann'! Marann'!Wachet auf! Marann', Glück und Segen ist da. Wachetauf!"
Die Alte richtete sich auf, der Mondstrahl fiel aufihr Antlitz und ihren Hals, sic riß die Augen weit ausnnd fragte: „Was ist? Was ist? Wer ruft?"
„Freut Euch, da bring' ich Euch meinen Johannes!"
„Meinen Johannes!" schrie die Alte gellend. „LieberGott, meinen Johannes! Wie lang .. . wie lang ... ichHab' dich, ich Hab' dich, ich danke dir Gott tausend undtausendmal! O mein Kind! Ich sehe dich mit tausend Augenund tausendfach ... Nein da, da deine Hand!... Kommher! dort in der Kiste die Aussteuer ... Nehmt das Tuch...Mein Sohn! Mein <^ohn! Ja, ja, die ist dein ... Johan-nes, mein Sohn! mein Sohn!" Sie lachte krampfhaft ans