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man darf ein Kind nicht bei seinem Namen nennen, el>'es getauft ist; das ist lebensgefährlich."
Amrei lachte und die Rosel schrie:
„Warum lachst du?"
„Soll ich heulen?" sagte Barfüßcle, „ich hätte Grundgenug, aber ich mag nicht."
„Wart', ich will dir zeigen was du mußt," schrieRosel: „da!" und sie riß Barfüßcle nieder auf den Bodenund schlug ihr ins Gesicht.
„Ich will mich ja ausziehen, laß los!" schrie Bar-füßcle, aber Rosel ließ ohnedies ab, denn wie aus demBoden heraus gewachsen, stand jetzt Johannes vor ihr.
Er war leichenblaß, seine Lippen bebten, er konntekein Wort hervorbringcn und legte nur die Hand schützendans Barfüßele, die noch auf der Erde kniete.
Barfüßele war die erste, die ein Wort sagte und sierief: „Glaubet mir, Johannes, sie ist noch nie so gewesen,in ihrem ganzen Leben nicht, und ich bin Schuld..."
„Ja, du bist Schuld, und komm', mit mir gehst du,und mein bist du! Willst du? Ich Hab' dich gefundenund habe dich nicht gesucht! und jetzt bleibst du bei mir,meine Frau. Das hat Gott gewollt."
Wer jetzt in das Auge Barfüßeles hätte sehen können!Aber noch hat kein sterbliches Auge den Blitz ani Himmelvöllig erfaßt, und erwarte es ihn noch so fest, cs wirddoch geblendet; und es giebt Blitze im Mcnschenange,die nie und nimmer fest gesehen, es giebt Regungen imMcnschcngemüthe, die nie und nimmer fest gefaßt werden;sie schwingen sich über die Welt und lassen sich nicht halten.
Ein rascher Freudcnblitz wie er in dem Auge erglänzenmüßte, dem sich der Himmel aufthnt, hatte aus dem